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Konzernabschluss

 

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2015

1. Allgemeine Angaben

Die GfK SE ist eine börsennotierte Societas Europaea mit Sitz am Nordwestring 101, Nürnberg, Deutschland. Die GfK SE ist mit Eintragung unter HR B 25014 im Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg am 2. Februar 2009 durch formwechselnde Umwandlung aus der GfK Aktiengesellschaft entstanden. Die GfK SE und ihre Tochtergesellschaften (GfK Gruppe) gehören zu den führenden Marktforschungsunternehmen der Welt. Die GfK Gruppe liefert ihren Kunden aus der Konsumgüterindustrie, dem Handel, der Dienstleistungsbranche und den Medien Informationsdienstleistungen, die sie für ihre Marketingentscheidungen nutzen. 

Der Konzernabschluss der GfK SE für das am 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr schließt die GfK SE und alle konsolidierten Tochterunternehmen ein. Er wurde nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt.

Alle für das Geschäftsjahr 2015 verbindlichen IFRS sowie die Verlautbarungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden angewandt, sofern sie von der Europäischen Union übernommen wurden. 

Ergänzend wurden bei der Erstellung des Konzernabschlusses die nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt. 

Der Konzernabschluss wurde in Euro erstellt und auf Tausend Euro (TEUR) gerundet. Alle Angaben erfolgen in TEUR, sofern nicht anders angegeben.

Der Jahresabschluss der Muttergesellschaft GfK SE wurde nach den Vorschriften des HGB erstellt. Er wird im elektronischen Bundesanzeiger unter HR B 25014 veröffentlicht.

Eine Darstellung von erstmals angewandten sowie von noch nicht angewandten Standards, Interpretationen und Änderungen der IFRS, die schon von der EU übernommen wurden, ist in diesem Konzernanhang in Kapitel 37, „Änderungen in IFRS-Standards und -Interpretationen“, enthalten.

 

2. Konsolidierungsgrundsätze

In den Konzernabschluss der GfK SE werden die für Konsolidierungszwecke erstellten Abschlüsse der GfK SE sowie aller wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen, über deren Geschäfts- und Finanzpolitik direkt oder indirekt die Kontrolle ausgeübt werden kann. Die Abschlüsse aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Rechnungslegungsgrundsätzen erstellt. 

Unternehmen, an denen die GfK Gruppe mit mindestens 20 Prozent und nicht mehr als 50 Prozent beteiligt ist und auf die ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, werden grundsätzlich als assoziierte Unternehmen at equity bilanziert. Alle übrigen Unternehmen der GfK Gruppe werden zu ihren Anschaffungskosten angesetzt.

Eine Aufstellung des Anteilsbesitzes der GfK SE ist in diesem Konzernanhang in Kapitel 41 enthalten.

Die Kapitalkonsolidierung wird gemäß IFRS 3, „Unternehmenszusammenschlüsse“, nach der Erwerbsmethode durchgeführt (Purchase Accounting). Hierbei werden die Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen, neu bewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Immaterielle Vermögenswerte, die bei Unternehmenszusammenschlüssen erworben und im Rahmen der Kaufpreisallokation identifiziert wurden, werden mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert.

Verbleibt nach dieser Verrechnung und Anschaffungskostenverteilung eine aktivische Differenz, wird sie als Geschäfts- oder Firmenwert unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. 

Im Rahmen von Kaufpreisallokationen in der Folge eines Unternehmenserwerbs werden identifizierbare Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Zeitpunkt des Erwerbs angesetzt. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte geht dabei zwangsläufig mit der Vornahme von Schätzungen einher. Sofern im Rahmen der Kaufpreisallokation immaterielle Vermögenswerte identifiziert worden sind, wird, unter Berücksichtigung der Art des Vermögenswerts, des Komplexitätsgrads der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts und des Transaktionsvolumens, entweder auf das Gutachten eines unabhängigen externen Gutachters abgestellt, oder die beizulegenden Zeitwerte werden intern ermittelt. Sofern eine interne Ermittlung erfolgt, basiert sie auf einer angemessenen Bewertungstechnik. Entsprechende Bewertungen sind dabei eng verknüpft mit Annahmen und Schätzungen, die durch den Vorstand in Bezug auf die zukünftige Entwicklung der identifizierten Vermögenswerte und hinsichtlich des anzuwendenden Diskontierungszinssatzes vorgenommen wurden.

Als Minderheitsanteile am Eigenkapital werden die nicht beherrschenden Anteile ausgewiesen. 

Im Fall von sukzessiven Unternehmenserwerben ermittelt sich der Geschäfts- oder Firmenwert zum Zeitpunkt der Erlangung der Kontrolle als Differenz zwischen dem erfolgswirksam neu bewerteten Beteiligungsbuchwert zuzüglich der Anschaffungskosten für den Erwerb der neuen Anteile abzüglich des anteilig auf GfK entfallenden Nettovermögens. Änderungen in der Beteiligungsquote ohne Veränderung der Beherrschung werden ausschließlich als Eigenkapitaltransaktion erfasst. 

Anschaffungsnebenkosten im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen werden nicht aktiviert, sondern als Aufwand berücksichtigt. 

Alle Transaktionen und Salden zwischen den Unternehmen der GfK Gruppe, die in den Konzernabschluss einbezogen sind, werden bei der Erstellung des Konzernabschlusses eliminiert. Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung werden ergebniswirksam behandelt. Darauf wird latente Steuer mit einem Steuersatz von 30 Prozent gebildet, was dem erwarteten Konzernsteuersatz ohne Sondereinflüsse entspricht. Zwischenergebnisse aus dem konzerninternen Leistungsverkehr oder aus konzerninternen Anlagenbewegungen werden bei wesentlicher Bedeutung ergebniswirksam eliminiert.

Assoziierte Unternehmen werden grundsätzlich at equity bilanziert (One-Line Consolidation). Sie werden zum Zeitpunkt des Erwerbs erstmals einbezogen. Die Erstbewertung erfolgt analog zur Vollkonsolidierung. Ein bei der Erstbewertung aus der Verrechnung des Beteiligungsbuchwerts mit dem anteiligen Eigenkapital entstehender aktivischer Unterschiedsbetrag ist im Equitybuchwert enthalten.

Verschmelzungsgewinne oder -verluste, die bei der Verschmelzung zweier konsolidierter Unternehmen der GfK Gruppe entstehen, werden eliminiert. Aus Verschmelzungen entsteht somit kein Einfluss auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der GfK Gruppe. Verschmelzungen von Gesellschaften, an denen konzernexterne Minderheitsgesellschafter beteiligt sind, führen nicht zu einer Veränderung der Minderheitsanteile am Eigenkapital oder am Konzernergebnis.

Auf Konzernfremde entfallende Anteile am Eigenkapital der Tochterunternehmen werden gesondert innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Anteile Konzernfremder am Ergebnis der Tochterunternehmen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gesondert als Ergebniszuordnung dargestellt.

 

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

3.1 Währungsumrechnung

Transaktionen in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag der Transaktion in die funktionale Währung des berichtenden Unternehmens umgerechnet. Zum Bilanzstichtag werden monetäre Posten zum Stichtagskurs umgerechnet, nicht monetäre Posten bleiben mit dem historischen Kurs am Tag der Transaktion bewertet. Aus diesen Umrechnungen resultierende Differenzen werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst.

Die Bilanzen von ausländischen Tochterunternehmen, die nicht in Euro erstellt wurden, sowie die im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckten stillen Reserven und Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenserwerben werden nach dem Konzept der funktionalen Währung mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Auf die Gewinn- und Verlustrechnungen dieser Tochterunternehmen wird der Jahresdurchschnittskurs zum Euro, ermittelt als Mittelwert aller Monatsendkurse, angewandt.

Differenzen, die aus der Umrechnung von Vermögens- und Schuldposten zum aktuellen Stichtagskurs im Vergleich zur Umrechnung zum vorhergehenden Stichtag entstehen, werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Währungskursdifferenzen aus der Kapitalkonsolidierung sowie Differenzen aus der Umrechnung des Jahresergebnisses in Bilanz (Stichtagskurs) und Gewinn- und Verlustrechnung (Durchschnittskurs) werden in den sonstigen Rücklagen ausgewiesen.

Die Wechselkurse zum Euro der für die GfK Gruppe wichtigsten Währungen sind in der nachstehenden Tabelle dargestellt.

Wesentliche Währungen Mittelkurs Euro am Bilanzstichtag Durchschnittskurs Euro im Berichtsjahr
Land Währungseinheit 31.12.2014 31.12.2015 2014 2015
USA 1 USD 0,82 0,92 0,76 0,91
Großbritannien 1 GBP 1,28 1,36 1,25 1,38
Schweiz 1 CHF 0,83 0,92 0,82 0,94
Singapur 1 SGD 0,62 0,65 0,60 0,66
China 1 CNY 0,13 0,14 0,12 0,14
Japan 100 JPY 0,69 0,76 0,71 0,75

Währungsgewinne und -verluste, die aus ähnlichen Geschäftsvorfällen entstanden sind, werden auf der Ebene jeder Tochtergesellschaft saldiert.

3.2 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Die Aufwendungen werden darin nach Funktionen dargestellt.

3.3 Umsatzerlöse

Die Methode der Umsatzrealisierung bestimmt sich maßgeblich nach IAS 18, „Umsatzerlöse“. Sie hängt vom Charakter des zugrunde liegenden Geschäfts ab:

Im Panelgeschäft werden Untersuchungen von Einzelpersonen, Haushalten und Unternehmen vorgenommen, die sich dadurch auszeichnen, dass grundsätzlich der stets gleiche Sachverhalt zu den stets gleichen, wiederkehrenden Zeitpunkten bei der stets gleichen Stichprobe auf die stets gleiche Art und Weise erhoben wird. Für Geschäfte aus dem Panelbereich wird der zu realisierende Umsatz nach dem zeitanteiligen Projektfortschritt ermittelt. Der Umsatz eines Projekts wird so gleichmäßig auf seine Zeitdauer verteilt. In jedem Monat während der Laufzeit eines Auftrags wird betragsmäßig der gleiche Umsatz realisiert. 

Das Ad-hoc-Geschäft ist eine systematische, empirische Untersuchungstätigkeit, die als Grundlage für Marketingentscheidungen in sämtlichen Bereichen des Marketingmixes dient. Dazu gehören Tests und Studien zur Produkt- und Preispolitik, zur Markenpositionierung und Markenführung, zu klassischen und modernen Formen der Kommunikation mit Verbrauchern und Nutzern, zur Optimierung der Distribution sowie zu Fragen der Kundenbindung und -loyalität. Geschäfte aus dem Ad-hoc-Bereich werden mit der Methode des kostenanteiligen Projektfortschritts bewertet. Der Projektfortschritt wird hierbei als Verhältnis der tatsächlich angefallenen Kosten zu den insgesamt für das Projekt erwarteten Kosten ermittelt. Die Schätzung der Gesamtkosten wird während der gesamten Projektdauer laufend überprüft. Änderungen in der Schätzung der Gesamtkosten fließen in die Ermittlung des realisierbaren Umsatzes zu dem Zeitpunkt ein, zu dem sie absehbar werden. Die in diese Berechnung einzubeziehenden Kosten bestehen aus allen direkten Personal- und anderen Umsatzkosten sowie den anteiligen indirekten Kosten.

Im syndizierten Geschäft werden Märkte oder Marktteilnehmer untersucht, ohne dass hierfür zuvor ein konkreter Auftrag eines Kunden vorliegt, auf dessen Bedürfnisse die Studie maßgeschneidert wird. Die fertige Studie wird ohne kundenspezifische Anpassungen am Markt angeboten. Syndizierte Studien können einmalig oder wiederkehrend durchgeführt werden, ohne jedoch die eng eingegrenzten Merkmale eines Panels zu erfüllen. Es ist zum Beispiel möglich, dass bei wiederkehrenden Studien jeweils verschiedene Marktteilnehmer befragt werden oder dass sie in unregelmäßigen Zeitabständen erscheinen. Syndiziertes Geschäft wird für die Umsatzermittlung wie Panelgeschäft behandelt, wenn es vom Charakter her mit Panelgeschäft vergleichbar ist, weil es sich um wiederkehrende Studien handelt, bei denen der Kostenverlauf über die Laufzeit ungefähr gleich verteilt ist. 

Beim übrigen syndizierten Geschäft hängt die Methode der Umsatzrealisierung von der empirischen Einschätzung der Profitabilität der jeweiligen Studie ab: 

Ist ein Gewinn aus einer Studie wahrscheinlich, wird sie wie ein Ad-hoc-Auftrag bewertet. 

Ist noch nicht hinreichend sicher, ob genügend Abnehmer für eine Studie gefunden werden, wird der Umsatz entsprechend den angefallenen Kosten wie folgt realisiert: Liegt der Wert des tatsächlichen Auftragseingangs unter den angefallenen Kosten, ist der realisierbare Umsatz auf den Wert des Auftragseingangs beschränkt. Sobald feststeht, dass der Auftragswert die Kosten übersteigt, erfolgt die Umsatzrealisierung wie bei einem Ad-hoc-Auftrag.

Bei allen anderen Geschäftsvorfällen erfolgt die Umsatzrealisierung erst nach vollendeter Leistungserbringung und Fakturierung.

Für die Umsatzrealisierung auf Basis der Percentage-of-Completion-Methode ist die Einschätzung des Fertigstellungsgrads von entscheidender Bedeutung. Ferner sind Schätzungen hinsichtlich des zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen erforderlichen Lieferungs- und Leistungsumfangs notwendig. Die wesentlichen Schätzungen können dabei unter anderem die gesamten Auftragskosten, die bis zur Fertigstellung noch anfallenden Kosten, die gesamten Erlöse aus dem Auftrag sowie die Auftragsrisiken betreffen. Das Management überprüft kontinuierlich alle Einschätzungen im Zusammenhang mit entsprechenden Aufträgen und passt gegebenenfalls die Parameter an. Änderungen der maßgeblichen Parameter können zu einer Erhöhung oder Verminderung der Umsatzerlöse der jeweiligen Berichtsperiode führen.

Rückstellungen für drohende Verluste aus laufenden Aufträgen werden gebildet, wenn sie absehbar sind.

3.4 Umsatzkosten, Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten

In den Umsatzkosten sowie den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten sind neben den Aufwendungen für Personal, den Aufwendungen für bezogene Leistungen und den regulären Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen alle weiteren Kosten enthalten, die im unmittelbaren Zusammenhang mit der betrieblichen Tätigkeit der GfK Gruppe stehen.

3.5 Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungs- und Entwicklungskosten werden grundsätzlich zum Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand erfasst und als Teil der Umsatzkosten ausgewiesen.

Entwicklungskosten, die in der GfK Gruppe insbesondere beim Aufbau neuer Panels anfallen, werden bei Vorliegen der Voraussetzungen für die Aktivierung unter den sonstigen immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden nur dann aktiviert, wenn sie aus der Entwicklungsphase und nicht aus der Forschungsphase stammen und wenn darüber hinaus weitere genau definierte Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind. Zu diesen Kriterien gehören die technische Machbarkeit der Fertigstellung des Projekts, seine beabsichtigte Vollendung und Verwertung sowie die Fähigkeit zur Eigennutzung oder zum Verkauf des immateriellen Vermögenswerts. Darüber hinaus müssen der zukünftige ökonomische Vorteil und die Verfügbarkeit der erforderlichen technischen, finanziellen und anderen Ressourcen zur Vollendung des Projekts nachgewiesen werden. Außerdem ist die zuverlässige Ermittlung der dem immateriellen Vermögenswert während der Entwicklungsphase zuzuordnenden Kosten Voraussetzung für die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögenswerte.

3.6 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen beinhalten Erträge und Aufwendungen operativer Art, deren Zuordnung zu den Umsatzerlösen oder den Funktionskosten nicht sachgerecht wäre. Darin sind hauptsächlich Währungsgewinne und -verluste aus nicht finanziellen Transaktionen, Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen, nicht den Funktionskosten zuordenbare Wertminderungen und Wertaufholungen, Erträge und Aufwendungen aus Reorganisations- und Optimierungsprojekten, Erträge und Aufwendungen aus Unternehmenskäufen und Übernahmetransaktionen sowie Aufwendungen für Gerichtsprozesse enthalten.

3.7 Operatives Ergebnis

Das operative Ergebnis umfasst bei der GfK Gruppe das Bruttoergebnis vom Umsatz, vermindert um die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten, sowie das sonstige Ergebnis, das sich aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zusammensetzt.

3.8 Angepasstes operatives Ergebnis

Die intern zur Steuerung des Geschäfts der GfK Gruppe verwendete Kennzahl angepasstes operatives Ergebnis basiert auf dem operativen Ergebnis. Das angepasste operative Ergebnis wird ermittelt, indem aus dem operativen Ergebnis die folgenden Aufwendungen und Erträge eliminiert werden: Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, Zu- und Abschreibungen auf aufgedeckte stille Reserven aus der Kaufpreisallokation, Erträge und Aufwendungen aus Unternehmenskäufen und Übernahmetransaktionen, Erträge und Aufwendungen aus Reorganisations- und Optimierungsprojekten, Personalaufwendungen aus anteilsbasierter Vergütung, das Ergebnis aus der Währungsumrechnung sowie Erträge und Aufwendungen aus Einmaleffekten und anderen außergewöhnlichen Sachverhalten.

3.9 Ergebnis aus assoziierten Unternehmen

Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen beinhaltet den Ertrag oder Aufwand, der sich aus der Bewertung der Anteile an assoziierten Unternehmen zum anteiligen Eigenkapital (at equity) ergibt.

3.10 Sonstiges Beteiligungsergebnis

Das sonstige Beteiligungsergebnis enthält im Wesentlichen Dividenden von nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen der GfK Gruppe, Gewinne und Verluste aus dem Abgang solcher Unternehmen sowie Erträge und Aufwendungen aus der Ergebnisabführung dieser Unternehmen.

3.11 EBIT

Die verwendete Kennzahl EBIT (earnings before interest and taxes) wurde als Zwischensumme in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung eingefügt. Das EBIT wird ermittelt, indem zum operativen Ergebnis das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und das sonstige Beteiligungsergebnis addiert werden.

3.12 Sonstige Finanzerträge und -aufwendungen

Die sonstigen Finanzerträge und -aufwendungen umfassen Zinserträge und Zinsaufwendungen, Erträge und Aufwendungen aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten, die zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos dienen, Transaktionskosten für Bankkredite, Aufwendungen aus Abschreibungen auf Ausleihungen, Währungsgewinne und -verluste, die aus finanziellen Transaktionen, wie zum Beispiel Ausleihungen oder Finanzverbindlichkeiten in Fremdwährung, entstanden sind, und das übrige Finanzergebnis. In den Zinsaufwendungen sind auch Aufzinsungen auf Schulden enthalten, die zuvor abgezinst wurden. Diese Aufzinsungen betreffen unter anderem zukünftige Kaufpreisbestandteile aus Unternehmensakquisitionen, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert passiviert werden. 

Zinsen werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung als Ertrag oder Aufwand erfasst. Die Abgrenzung von Zinsen erfolgt nach der Effektivzinsmethode.

3.13 Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit

Die verwendete Kennzahl Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit wurde als Zwischensumme in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung eingefügt. Das Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit entspricht dem Konzernergebnis vor Berücksichtigung des Ertragsteueraufwands.

3.14 Ertragsteuern

Die Steuern auf das Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit enthalten den laufenden und den latenten Ertragsteueraufwand. 

Die Unternehmen der GfK Gruppe sind in zahlreichen Ländern operativ tätig. Die GfK Gruppe unterliegt daher in einer Vielzahl von Steuerhoheiten verschiedenen Steuergesetzen. Die im Konzernabschluss enthaltenen Steuerpositionen werden unter Berücksichtigung der jeweiligen Steuergesetze sowie der einschlägigen Auffassungen der Steuerverwaltung ermittelt. Infolge ihrer Komplexität können bestimmte Sachverhalte einer abweichenden Interpretation durch die Steuerpflichtigen einerseits und die lokalen Finanzbehörden andererseits unterliegen.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der bilanzorientierten Liability-Methode. Danach werden für temporäre Differenzen zwischen den im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden aktive und passive latente Steuern bilanziert. Auswirkungen von Steuergesetzänderungen auf latente Steuern werden ab dem Tag ergebniswirksam berücksichtigt, an dem das Steuergesetz verabschiedet wird.

Aktive latente Steuern werden nur dann bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass sie in der Zukunft realisiert werden können. Dies ist im Wesentlichen der Fall, wenn das betreffende Unternehmen mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ausreichend zu versteuerndes Einkommen erzielen wird, um den steuerlichen Vorteil zu realisieren. Dabei werden unter anderem die geplanten Ergebnisse aus der operativen Geschäftstätigkeit, die Ergebniswirkungen aus der Umkehr von zu versteuernden temporären Differenzen sowie bestehende Steuerstrategien berücksichtigt.

Zu jedem Bilanzstichtag wird durch den Vorstand die Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern eingeschätzt. Die Schätzung des geplanten steuerpflichtigen Einkommens und die durch mögliche Steuerstrategien erzielbaren Steuervorteile sind dabei naturgemäß mit Unsicherheit behaftet. Ferner kann sich aus Änderungen der Steuergesetzgebung eine Einschränkung in Bezug auf den Umfang oder den zeitlichen Rahmen der Realisierbarkeit zukünftiger steuerlicher Vorteile ergeben. Die Anpassung von Schätzungen erfolgt in der Periode, in der ausreichende Hinweise für eine Anpassung vorliegen. 

Eine Wertberichtigung für aktive latente Steuern wird erfasst, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass aktive latente Steuern teilweise oder vollumfänglich nicht realisiert werden können. Im Rahmen seiner Ermessensausübung geht der Vorstand bei nicht nachhaltig in Verlustsituationen befindlichen Tochtergesellschaften von einem maximalen Zeitraum zur Realisierung von aktiven latenten Steuern von fünf Jahren aus, ansonsten von einem kürzeren Zeitraum.

Steuern auf Sachverhalte, die im sonstigen Ergebnis erfasst wurden, werden nicht in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Auf im sonstigen Ergebnis erfasste Währungsdifferenzen aus konzerninternen Fremdwährungsdarlehen, die Nettoinvestitionen in den Geschäftsbetrieb von Tochtergesellschaften darstellen, werden keine latenten Steuern abgegrenzt, da nicht geplant ist, die temporären Differenzen in absehbarer Zeit zu realisieren.

3.15 Wertminderungen

Wenn Vermögenswerte nicht mehr werthaltig sind und deshalb abgewertet werden, wird der Wertminderungsaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer und in der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte werden einmal jährlich im Rahmen eines Impairment-Tests auf ihre Werthaltigkeit hin untersucht. Ein Impairment-Test wird außerdem dann durchgeführt, wenn Ereignisse („triggering events“) eintreten, die die Werthaltigkeit wesentlich beeinflussen könnten.

Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten liegt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert eines Vermögenswerts, dem bei der GfK Gruppe die erwarteten künftigen Zahlungsströme zumindest über einen detailliert geplanten Dreijahreszeitraum zugrunde liegen und die mit einem jeweils individuell zu Marktbedingungen bestimmten Zinssatz abgezinst werden. Die Wachstumsrate der Zahlungsströme über den Detailplanungszeitraum hinaus wird in der Regel durch einen Abschlag von 1 bis 2 Prozentpunkten auf den Diskontierungszinssatz berücksichtigt. Auf diese Weise wird ein beizulegender Zeitwert der Ebene 3 ermittelt.

Der Wertminderungsaufwand von Geschäfts- oder Firmenwerten und von Marken wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, während Wertminderungen von Studien, Panels, Kundenstämmen, langfristigen Verträgen und Software in den Funktionskosten gezeigt werden. Ein für Geschäfts- oder Firmenwerte erfasster Wertminderungsaufwand wird nicht wieder aufgeholt.

Bei der Überprüfung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte oder der Vermögenswerte des Sachanlagevermögens auf Wertminderungen beinhaltet die Bestimmung des erzielbaren Betrags dieser Vermögenswerte Schätzungen und Annahmen des Vorstands, die mit einer gewissen Unsicherheit behaftet sind. Die Schätzungen und Annahmen können einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und damit auf die Höhe einer möglichen Wertminderung haben. Aus einer Veränderung der Annahmen oder der Umstände können vor diesem Hintergrund zukünftig zusätzliche Wertminderungen oder Zuschreibungen resultieren.

Nähere Erläuterungen zu Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten finden sich innerhalb dieses Kapitels im Folgenden unter „Finanzinstrumente“.

3.16 Ergebnis je Aktie

Das unter der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem das Konzernergebnis, das den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuzurechnen ist, durch die gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl des Geschäftsjahres dividiert wird.

Eine Korrektur der durchschnittlichen Aktienanzahl um im Berichtsjahr ausgeübte und verfallene Optionen zur Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie kommt nicht in Betracht, da keine ausübbaren Optionen auf GfK-Aktien mehr bestehen. Somit entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem Ergebnis je Aktie.

3.17 Long-Term-Incentive-Programme für Mitarbeiter und Führungskräfte der GfK Gruppe

Seit dem Geschäftsjahr 2010 gilt für die Mitglieder des Vorstands der GfK SE und seit dem Geschäftsjahr 2012 für ausgewählte Führungskräfte der GfK Gruppe ein neues Long-Term-Incentive-Programm. Ansprüche aus dem zuvor geltenden Modell wurden letztmals im Jahr 2014 ausbezahlt. Den Planteilnehmern des neuen Programms wird ein individueller Bonus-Zielbetrag gewährt, der jeweils zu einer Hälfte in virtuelle Aktien und zur anderen in einen „Performance-Based Long-Term Cash Bonus“ umgewandelt wird. Der individuelle Bonus-Zielbetrag der Planteilnehmer der Tranche 2015 wird vollständig in virtuelle Aktien umgewandelt.

Der Zielbetrag der virtuellen Aktien wird auf Basis des Aktienkurses der GfK-Aktie der letzten 20 Handelstage vor Beginn des Performance-Zeitraums in virtuelle Aktien umgewandelt. Bei Ausschüttung einer Dividende an die Aktionäre erhöht sich die Anzahl virtueller Aktien entsprechend wertgleich. 

Die Mitglieder des Vorstands dürfen ihre virtuellen Aktien nach Ablauf einer vierjährigen Sperrfrist im Verlauf eines zweijährigen Ausübungszeitraums in gewissen Handelsfenstern ausüben. Virtuelle Aktien der Tranche 2015 dürfen jeweils zur Hälfte nach Ablauf einer vierjährigen Sperrfrist und nach Ablauf einer sechsjährigen Sperrfrist im Verlauf eines zweijährigen Ausübungszeitraums in gewissen Handelsfenstern ausgeübt werden. Werden die virtuellen Aktien bis zum Ende des Zeitraums nicht ausgeübt, so werden sie am letzten Tag des letzten Ausübungsfensters ausgezahlt. 

Für Führungskräfte findet das zweijährige Ausübungsfenster keine Anwendung. Für diese Planteilnehmer wird der Auszahlungsbetrag nach Ablauf einer vierjährigen Sperrfrist auf Basis des Aktienkurses der GfK-Aktie der letzten 20 Handelstage vor Ablauf des Performance-Zeitraums ermittelt.

Für den Performance-Based Long-Term Cash Bonus gilt: Nach Ablauf eines vierjährigen Performance-Zeitraums besteht ein Anspruch auf Auszahlung eines Bonusbetrags. Die Höhe des Betrags bemisst sich danach, bis zu welchem Grad das festgelegte Performance-Ziel (durchschnittlicher Return on Capital Employed von GfK, „GfK-ROCE“, der Vierjahresperiode) bis zum 31. Dezember des dritten Jahres nach dem Jahr der Gewährung erreicht wurde. Die Auszahlung für die entsprechende Laufzeit wird auf Grundlage der testierten Jahresabschlüsse berechnet.

Endet das Anstellungsverhältnis vor Ablauf des Performance-Zeitraums aufgrund von Kündigung oder Rücktritt, verfallen die gewährten Bonusleistungen ersatzlos.

3.18 Immaterielle Vermögenswerte

Geschäfts- oder Firmenwerte

Die GfK Gruppe weist innerhalb dieses Aktivpostens sowohl Geschäfts- oder Firmenwerte aus, die aus der Kapitalkonsolidierung von Tochterunternehmen entstanden sind, als auch Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus Abschlüssen der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss übernommen wurden. 

Der Geschäfts- oder Firmenwert repräsentiert für Unternehmenszusammenschlüsse die verbleibende aktivische Differenz, nachdem die Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital verrechnet wurden.

Geschäfts- oder Firmenwerte aus dem Erwerb von Unternehmen, die nicht in Euro berichten, werden in der Berichtswährung der erworbenen Tochtergesellschaft geführt. Für die erstmalige Ermittlung des Geschäfts- oder Firmenwerts wird der Umrechnungskurs zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung herangezogen. Die Folgebewertung erfolgt zum Mittelkurs am Bilanzstichtag.

Im Rahmen eines Impairment-Tests überprüft die GfK Gruppe einmal jährlich und zusätzlich bei Eintritt wesentlicher Ereignisse (triggering events) oder veränderter Verhältnisse die Werthaltigkeit ihrer Zahlungsmittel generierenden Einheiten einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird regelmäßig zum 30. September überprüft. Zu diesem Zweck werden die Geschäfts- oder Firmenwerte den Zahlungsmittel generierenden Einheiten zugeordnet, die einer Matrix aus den zwei Sektoren zu je sechs Regionen zuzüglich des Bereichs Sonstige entsprechen.

Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte ist gegeben, wenn der erzielbare Betrag nicht geringer ist als der Buchwert der Zahlungsmittel generierenden Einheit.

Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Da nur einer der beiden Werte über dem Buchwert der jeweiligen Zahlungsmittel generierenden Einheit liegen muss, berechnet GfK in der Regel ausschließlich den beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten. Er wird im Rahmen des Impairment-Tests durch Anwendung eines Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt. Hierfür werden die erwarteten künftigen Zahlungsströme aus der jeweils aktuellen Fünfjahresplanung herangezogen. Die entsprechenden Prognosen berücksichtigen Erfahrungen aus der Vergangenheit und basieren auf der besten durch den Vorstand vorgenommenen Einschätzung zukünftiger Entwicklungen. Das Wachstum der Zahlungsströme über den Fünfjahreszeitraum hinaus (ewige Rente) wird durch einen Abschlag von 1,3 Prozentpunkten (2014: 1,5 Prozentpunkte) auf den Diskontierungszinssatz berücksichtigt. Dieser Wachstumsabschlag wurde ebenso wie der Diskontierungszinssatz aus extern verfügbaren Kapitalmarktdaten abgeleitet. Auf diese Weise wird ein beizulegender Zeitwert der Ebene 3 ermittelt.

Zur Ermittlung des Diskontierungszinssatzes wird eine gewichtete durchschnittliche Kapitalkostenberechnung durchgeführt, die die branchenübliche Kapitalstruktur und die branchenüblichen Finanzierungskosten berücksichtigt. In den Diskontierungszinssatz fließen die Erwartungen der Eigenkapitalgeber und das jeweilige Länderrisiko ein. Der hieraus resultierende Diskontierungszinssatz zum 31. Dezember beträgt, abhängig von der Zahlungsmittel generierenden Einheit, zwischen 6,4 Prozent und 12,1 Prozent (31. Dezember 2014: zwischen 6,5 Prozent und 11,8 Prozent). Der Diskontierungszinssatz vor Steuern zum 31. Dezember beträgt zwischen 8,3 Prozent und 16,8 Prozent (31. Dezember 2014: zwischen 9,1 Prozent und 14,5 Prozent). 

Die Bestimmung des erzielbaren Betrags der Zahlungsmittel generierenden Einheiten, denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, ist mit Schätzungen verbunden. Zu den zentralen Annahmen, auf denen die Ermittlung der erzielbaren Beträge beruht, gehören geschätzte Wachstumsraten, gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensätze und Steuersätze. Schätzungen sind insbesondere im Zusammenhang mit der Prognose und Diskontierung zukünftiger Cashflows und damit hinsichtlich der erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung erforderlich. Ferner beeinflussen die Volatilität auf Kapitalmärkten, Zinsentwicklungen und Währungskursschwankungen die Bewertung. Die vorgenommenen Schätzungen und die zugrunde liegende Methodik können erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und damit auf die Höhe einer eventuellen Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte haben.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte der GfK Gruppe setzen sich aus den selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten und den übrigen immateriellen Vermögenswerten zusammen. Sie beinhalten ganz überwiegend Software und Marktforschungspanels, die entweder extern erworben oder selbst erstellt wurden. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil sind im Rahmen der Kaufpreisallokation aktivierte Kundenbeziehungen und Marken.

Wurde bei einem sonstigen immateriellen Vermögenswert eine Wertminderung vorgenommen, erfolgt eine Wertaufholung, wenn sich zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag ergibt. Der Buchwert nach Wertaufholung darf jedoch nicht den rechnerischen Buchwert übersteigen, der sich ergeben hätte, wenn die Wertminderung in der Vergangenheit nicht vorgenommen worden wäre. Die Zuschreibung erfolgt ergebniswirksam in der Position, in der zuvor die Wertminderung erfasst wurde.

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte

Die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte der GfK Gruppe bestehen hauptsächlich aus Software und Panelaufbaukosten.

Software, die von Unternehmen der GfK Gruppe selbst entwickelt wurde, wird in der Regel intern für die Analyse und Aufbereitung von Marktforschungsdaten eingesetzt. In manchen Fällen handelt es sich um Software für externe Nutzer, die speziell nach den Anforderungen des Nutzers programmiert wurde. Interne Kosten der Softwareentwicklung werden unter den langfristigen Vermögenswerten aktiviert, wenn die Kriterien nach IAS 38, „Immaterielle Vermögenswerte“, erfüllt sind. Die Abschreibung beginnt mit Fertigstellung der Software.

Bei Panelaufbaukosten handelt es sich um aktivierte Entwicklungskosten für den Aufbau eines neuen Panels oder die Erweiterung eines bestehenden Panels. Panelaufbaukosten, die aktiviert werden, beinhalten unter anderem:

› Ausgaben für Material und Dienstleistungen, die beim Panelaufbau genutzt oder verbraucht werden
› Löhne und Gehälter sowie andere mit der Beschäftigung verbundene Aufwendungen für die Mitarbeiter, die am Panelaufbau direkt beteiligt sind
› Gemeinkosten, die beim Panelaufbau notwendigerweise anfallen und ihm auf vernünftiger und stetiger Basis aufgrund einer Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung zugeordnet werden können.

Nicht aktivierungsfähig sind die Kosten der Vorbereitungs- und der Anwendungsphase sowie Erhaltungskosten für laufende Panels. Sie werden aufwandswirksam erfasst. 

Panelaufbaukosten werden nur dann abgeschrieben, wenn sie im unmittelbaren Zusammenhang mit einem bestimmten, zeitlich begrenzt laufenden Kundenauftrag entstanden sind. Der Abschreibungszeitraum bemisst sich in diesem Fall in der Regel nach der Vertragsdauer oder der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Ansonsten ist die Nutzungsdauer von Panels unbestimmt. Sie unterliegen keiner regulären Abschreibung. Ihre Werthaltigkeit wird mindestens jährlich mit einem Impairment-Test überprüft.

Aufwendungen für Forschungsaktivitäten werden als Aufwand der Berichtsperiode erfasst. Entwicklungskosten, die nicht zu einem aktivierungsfähigen immateriellen Vermögenswert geführt haben, werden ebenfalls als Aufwand erfasst.

Übrige immaterielle Vermögenswerte

Die übrigen immateriellen Vermögenswerte umfassen vor allem extern erworbene Panels, Kundenstämme, Software und Marken.

Die übrigen immateriellen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und linear abgeschrieben; dies gilt nicht für Kundenstämme und nicht uneingeschränkt für Marken. Die Nutzungsdauer für Software und übrige immaterielle Vermögenswerte beträgt in der Regel zwischen drei und zehn Jahren.

Kundenstämme werden in der Regel über einen Zeitraum von sechs bis 20 Jahren degressiv mit einer individuell ermittelten Kundenabschmelzrate abgeschrieben, die zwischen 5 Prozent und 30 Prozent liegt.

Marken unterliegen in der Regel keiner Abschreibung. Ihre Nutzungsdauer ist unbestimmt. Werden erworbene Marken über einen definierten Zeitraum durch die Marke GfK ersetzt, werden sie linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer in solchen Fällen beträgt drei Jahre.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer werden zumindest jährlich einem Impairment-Test unterzogen. 

Bei qualifizierten Vermögenswerten werden Fremdkapitalzinsen aktiviert.

3.19 Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen bewertet. Fremdkapitalzinsen werden bei qualifizierten Vermögenswerten aktiviert. Die kumulierten Abschreibungen umfassen im Regelfall die linearen Abschreibungen bis zum Bilanzstichtag und gegebenenfalls Wertminderungen. Die Abschreibungsdauer entspricht der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. In Erstellung befindliche Anlagen werden nicht abgeschrieben. 

Die GfK Gruppe sieht für den Regelfall die in der folgenden Tabelle dargestellten Nutzungsdauern vor.

Anlagengut Nutzungsdauer in Jahren
Verwaltungsgebäude 50
EDV-Anlagen 3 bis 5
Pkw und andere Fahrzeuge 5
Büromaschinen 3 bis 5
Büromöbel 10 bis 13

Die Betriebs- und Geschäftsausstattung enthält auch noch nicht fertiggestellte technische Geräte.

Die Bilanzierung von Leasingverhältnissen erfolgt nach IAS 17, „Leasingverhältnisse“. Je nach Vertragsgestaltung liegt Finance Lease oder Operating Lease vor. 

Finance Lease ist dadurch charakterisiert, dass Risiken und Nutzen des Leasinggegenstands im Wesentlichen auf den Leasingnehmer übergehen. Liegt Finance Lease vor, wird der Leasinggegenstand beim Leasingnehmer aktiviert und eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit passiviert. Die Leasingverbindlichkeit entspricht dem niedrigeren Wert aus Barwert der Mindestleasingzahlungen und beizulegendem Zeitwert des Leasinggegenstands zu Beginn des Leasingverhältnisses.

Der aktivierte Leasinggegenstand wird linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer bemisst sich am kürzeren Zeitraum aus Vertragslaufzeit und wirtschaftlicher Nutzungsdauer. Bei Vorliegen der Voraussetzungen wird darüber hinaus eine Wertminderung vorgenommen. 

Die Leasingverbindlichkeit wird über die Laufzeit des Leasingvertrags durch die Zahlung der Leasingraten getilgt. Die Auflösung der Abzinsung wird durch Anwendung eines konstanten Zinssatzes auf die Restschuld ermittelt und in den Zinsaufwendungen innerhalb der sonstigen Finanzaufwendungen ausgewiesen.

Beim Operating Lease erfolgt die Bilanzierung des Leasingguts beim Leasinggeber. Der Leasingnehmer erfasst seine regelmäßigen Zahlungen als Mietaufwand.

3.20 Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. 

Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, an anderen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalinstrumente (zum Beispiel Beteiligungen), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige ausgereichte Kredite und Forderungen sowie zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative Finanzinstrumente. 

Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Verbindlichkeiten. Darunter fallen bei der GfK Gruppe insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verhältnissen und derivative Finanzinstrumente.

Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt in der GfK Gruppe bei Kauf oder Verkauf zum Handelstag, also an dem Tag, an dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eines Finanzinstruments eingegangen wurde.

Zinsänderungen können bei fest verzinslichen Finanzinstrumenten zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts und bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu Zinszahlungsschwankungen führen. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten unterliegen grundsätzlich keinem Zinsänderungsrisiko.

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden angesetzt, wenn die GfK Gruppe Vertragspartei bei einem Finanzinstrument wird. 

Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei finanziellen Vermögenswerten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten berücksichtigt. Die in der Konzernbilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen regelmäßig den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht unmittelbar durch Rückgriff auf einen aktiven Markt verfügbar sind, erfolgt eine Bewertung unter Anwendung marktüblicher Verfahren (Bewertungsmodelle). Hierfür werden instrumentenspezifische Marktparameter zugrunde gelegt. Die dargestellten beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, werden auf dieselbe Weise ermittelt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche finanzielle Vermögenswerte mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden grundsätzlich abgezinst. Bei finanziellen Vermögenswerten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr wird davon ausgegangen, dass der beizulegende Zeitwert dem Nominalwert entspricht. 

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten auslaufen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden. 

Die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Ausleihungen und langfristigen Festgelder sind der Kategorie „Kredite und Forderungen“ zugeordnet. Sie werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. 

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Darunter fallen die derivativen Finanzinstrumente, die nicht in eine effektive Sicherungsbeziehung eingebunden sind und damit zwingend als „zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte“ klassifiziert werden müssen. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust aus zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten wird erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. 

Bezüglich der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Finanzinvestitionen wurde durch den Vorstand im Rahmen seiner Ermessensausübung festgelegt, dass Finanzinvestitionen nie als bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen, sondern stets als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert werden.

Die Kategorie „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ stellt in der GfK Gruppe die Residualgröße der originären finanziellen Vermögenswerte dar, die keiner anderen Kategorie zugeordnet wurden. Darunter fallen die unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen, die sonstigen Beteiligungen und sonstige zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere. 

Die Bewertung erfolgt grundsätzlich mit dem aus dem Börsenkurs abgeleiteten beizulegenden Zeitwert, sofern ein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt. Die in der Folge aus der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert resultierenden Gewinne und Verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Dies gilt nicht, wenn es sich um dauerhafte oder wesentliche Wertminderungen oder um währungsbedingte Wertänderungen von Fremdkapitalinstrumenten handelt. Sie werden erfolgswirksam erfasst. 

Erst mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die in den sonstigen Rücklagen gebuchten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Lässt sich für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente der beizulegende Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen, werden insbesondere die Beteiligungen mit den Anschaffungskosten (gegebenenfalls abzüglich Wertminderungen) bewertet. 

Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn der Buchwert eines finanziellen Vermögenswerts höher ist als der Barwert der zukünftigen Zahlungsströme. Die Überprüfung, ob ein Wertminderungsbedarf besteht, wird zu jedem Bilanzstichtag vorgenommen. Um eine Wertminderung objektiv nachweisbar festzustellen, werden die folgenden auslösenden Sachverhalte herangezogen:

› Der Schuldner befindet sich in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten
› Beobachtbare Daten zeigen, dass seit dem erstmaligen Ansatz eine messbare Minderung der erwarteten künftigen Zahlungsströme eingetreten ist.

Um über das Bestehen eines Wertminderungsbedarfs zu entscheiden, werden die bestehenden Kreditverhältnisse analysiert, die der Kategorie „Kredite und Forderungen“ zugeordnet werden und deren Folgebewertung somit zu fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen wird. Zum jeweiligen Bilanzstichtag wird überprüft, inwieweit objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen, die bilanziell zu berücksichtigen sind. Die Höhe einer Wertminderung berechnet sich aus der Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem erzielbaren Betrag, also dem Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsströme, der mit dem originären Effektivzinssatz des Finanzinstruments diskontiert wird. Dabei werden Zahlungsströme aus kurzfristigen Forderungen aus Vereinfachungsgründen nicht diskontiert. Wertminderungen von Finanzinstrumenten der Kategorie „Kredite und Forderungen“ werden auf separaten Wertberichtigungskonten erfasst. Bei Abgang des Finanzinstruments geht auch die zugehörige Wertberichtigung ab. Eine direkte Verringerung oder Erhöhung des Buchwerts von Finanzinstrumenten der Kategorie „Kredite und Forderungen“ erfolgt grundsätzlich nicht.

Umgliederungen zwischen den Ebenen der Bewertungshierarchie von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten werden zum Ende des Geschäftsjahres durchgeführt, in dem sie aufgetreten sind.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ebenfalls angesetzt und unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Laufzeit amortisiert. 

Originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Darunter fallen Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie finanzielles sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden abgezinst. Bei Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr wird unterstellt, dass der beizulegende Zeitwert dem Rückzahlungsbetrag entspricht.

Nicht in effektive Sicherungsbeziehungen eingebundene derivative Finanzinstrumente sind zwingend als „zu Handelszwecken gehalten“ einzustufen und damit erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Ist er negativ, wird eine finanzielle Verbindlichkeit angesetzt.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

Bei zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzierenden Finanzinstrumenten wird der Marktwert grundsätzlich anhand von Börsenkursen ermittelt. Sofern keine Börsenkurse vorliegen, erfolgt eine Bewertung unter Anwendung der marktüblichen Verfahren (Bewertungsmethoden), wobei instrumentenspezifische Marktparameter zugrunde gelegt werden.

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt mit der Discounted-Cashflow-Methode, wobei die individuellen Bonitäten und sonstigen Marktgegebenheiten in Form von marktüblichen Bonitäts- bzw. Liquiditäts-Spreads bei der Barwertermittlung berücksichtigt werden.

Für Finanzinstrumente der Kategorie „Kredite und Forderungen“, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, gibt es keine liquiden Märkte. Für kurzfristige Kredite und Forderungen wird angenommen, dass der Marktwert dem Buchwert entspricht. Für alle anderen Kredite und Forderungen wird der Marktwert durch Abzinsung der zukünftig erwarteten Zahlungsströme ermittelt. Hierbei werden für Kredite Zinssätze verwendet, zu denen Kredite mit entsprechender Risikostruktur, Ursprungswährung und Laufzeit neu abgeschlossen würden. 

Für Anteile an nicht börsennotierten Gesellschaften wird angenommen, dass der Buchwert dem Marktwert entspricht. Eine verlässliche Ermittlung eines Marktwerts wäre nur im Rahmen von konkreten Verkaufsverhandlungen möglich. 

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die finanziellen kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten haben generell eine Restlaufzeit von unter einem Jahr, sodass der Buchwert näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert entspricht.

Für die finanziellen langfristigen Verbindlichkeiten werden die beizulegenden Zeitwerte als Barwerte der mit den Verbindlichkeiten verbundenen Zahlungen ermittelt.

3.21 Derivative Finanzinstrumente, Hedge Accounting

Die GfK Gruppe schließt weltweit Geschäfte in verschiedenen Währungen ab, wodurch ein Wechselkursrisiko entstehen kann. Auch Geldanlagen, Anlagen in Wertpapieren sowie die Aufnahme von Bankkrediten erfolgen in diversen Währungen. Hieraus können Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen, Zinsen und Marktpreisen resultieren.

Nähere Informationen zum Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisiko sowie zu den Zielen, Strategien und Prozessen des Risikomanagements können dem Risikobericht innerhalb des Konzernlageberichts entnommen werden.

Zur Absicherung von Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisiken setzt die GfK Gruppe Devisentermingeschäfte und Zinsswaps ein.

Derivative Finanzinstrumente werden bei Abschluss der Transaktion mit ihren Anschaffungskosten als Vermögenswert oder Verbindlichkeit bilanziert und in der Folge zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Bewertung derivativer Finanzinstrumente erfolgt unter Anwendung marktüblicher Verfahren unter Zugrundelegung instrumentenspezifischer Marktparameter. Dabei werden die Marktwerte mit Barwert- und Optionspreismodellen errechnet. Als Eingangsparameter für diese Modelle werden, so weit wie möglich, die am Bilanzstichtag relevanten Marktpreise und Zinssätze verwendet.

Die Wertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten im Rahmen des Hedge Accountings werden je nachdem, ob es sich um einen Fair Value Hedge, einen Cashflow Hedge oder einen Net Investment Hedge handelt, unterschiedlich erfasst.

Werden durch das derivative Finanzinstrument Wertänderungsrisiken von Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten abgesichert, liegt ein Fair Value Hedge vor. In diesem Fall werden die Wertänderungen sowohl des gesicherten Grundgeschäfts als auch des derivativen Finanzinstruments ergebniswirksam erfasst.

Bei Wertänderungen von Cashflow Hedges, die zur Absicherung von Grundgeschäften gegen Risiken aus Schwankungen zukünftiger Zahlungsströme eingesetzt werden, werden die effektiven Teile der Zeitwertschwankungen zunächst im sonstigen Ergebnis erfasst. Liegt die Effektivität einer Hedge-Beziehung nicht zwischen 80 und 125 Prozent, wird die Hedge-Beziehung aufgelöst. Die ineffektiven Teile von Hedge-Beziehungen werden sofort erfolgswirksam erfasst. Ein Risiko hinsichtlich der Höhe zukünftiger Zahlungsströme besteht insbesondere für variabel verzinsliche Kredite und für geplante Transaktionen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten werden.

Wird das abgesicherte Grundgeschäft ergebniswirksam, werden die aufgelaufenen, in den sonstigen Rücklagen enthaltenen Gewinne und Verluste dementsprechend erfolgswirksam aufgelöst.

Nettoinvestitionen in ausländische Tochterunternehmen können durch Net Investment Hedges abgesichert werden. Hierbei kann es sich zum Beispiel um einen Fremdwährungskredit in der Lokalwährung der erworbenen Beteiligung handeln. Die sich aus der Stichtagsbewertung des Fremdwährungskredits ergebenden Währungsgewinne oder -verluste werden bezüglich des effektiven Teils ebenfalls wie beim Cashflow Hedge im sonstigen Ergebnis erfasst.

Erweist sich die Sicherung als hocheffektiv, werden Kursgewinne oder -verluste aus dem Sicherungsgeschäft im sonstigen Ergebnis erfasst. Die ergebniswirksame Auflösung dieser Position erfolgt nicht mit Ende der Laufzeit des Sicherungsgeschäfts, sondern erst bei Veräußerung oder Liquidation der abgesicherten Investition.

Voraussetzung für die Anwendung jeglicher Art von Hedge Accounting ist die formale Dokumentation der Beziehung zwischen der gesicherten Position und dem Sicherungsgeschäft. Aus der Dokumentation muss ferner hervorgehen, wie das Sicherungsgeschäft das Risiko aus dem Grundgeschäft hocheffektiv ausgleicht und mit welchen Methoden diese Effektivität nachgewiesen wird. 

Generell wird der nicht durch das Grundgeschäft gedeckte Teil der Wertänderungen ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Die GfK Gruppe geht darüber hinaus Sicherungsbeziehungen ein, die nicht nach den Regeln des Hedge Accountings bilanziert werden können. Aus ökonomischer Sicht entsprechen auch diese Sicherungsbeziehungen den Grundsätzen des Risikomanagements. Darüber hinaus wird bei der Fremdwährungsabsicherung bilanzierter monetärer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten kein Hedge Accounting angewendet, da die aus der Währungsumrechnung stammenden erfolgswirksam realisierten Gewinne und Verluste der Grundgeschäfte mit den Gewinnen und Verlusten der derivativen Sicherungsinstrumente einhergehen und sich entsprechend in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nahezu ausgleichen.

3.22 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen werden mit Nominalwerten und bei erkennbaren Einzelrisiken unter Berücksichtigung einer Wertminderung angesetzt. Diese Wertminderungen tragen dem Ausfallrisiko hinreichend Rechnung. Eine konzernweit geltende Richtlinie regelt die Absicherung gegen das Ausfallrisiko. Im Zusammenhang mit der Ermittlung des Wertberichtigungsbedarfs für zweifelhafte Forderungen sind in bedeutendem Maß Einschätzungen und Beurteilungen erforderlich. Dabei sind insbesondere die Kreditwürdigkeit des Kunden, die aktuellen Entwicklungen der Konjunktur und historische Ausfallraten zu berücksichtigen.

Über Neukunden sollte eine Kreditauskunft bei einer renommierten Wirtschaftsauskunftei eingeholt werden, wenn das Auftragsvolumen 50 TEUR übersteigt. Sind keine zufriedenstellenden Informationen über den Kunden verfügbar, müssen zwei Drittel des Auftragswerts vor Lieferung der Daten bezahlt sein. Bestandskunden sind ebenfalls nach vorgegebenen Regeln hinsichtlich ihrer Kreditwürdigkeit zu beobachten. Darüber hinaus wird das Kreditrisiko durch das Stellen von Voraus- und Anzahlungsrechnungen minimiert.

3.23 Vorräte

Vorräte werden zum niedrigeren Betrag aus den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert bewertet. Wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für den Konzernabschluss der GfK Gruppe werden sie unter den kurzfristigen sonstigen Vermögenswerten und Abgrenzungen ausgewiesen.

3.24 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthalten Kassenbestände und Bankguthaben sowie liquide Geldanlagen mit einer Restlaufzeit von unter drei Monaten.

3.25 Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und Schulden

Vermögenswerte und Schulden, deren zugehöriger Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird, werden in der Konzernbilanz getrennt von den übrigen Vermögenswerten und Schulden in den Bilanzpositionen „Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte“ und „Zur Veräußerung bestimmte Schulden“ ausgewiesen. Die Veräußerung innerhalb eines Jahres muss höchstwahrscheinlich sein.

Langfristige Vermögenswerte, die als zur Veräußerung bestimmt klassifiziert sind, werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Ihre reguläre Abschreibung wird ausgesetzt. Ergibt sich eine Wertminderung, wird sie zunächst dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet, anschließend anteilig den übrigen Vermögenswerten und Schulden. Der Wertminderungsaufwand wird in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten liegen Schätzungen und Annahmen zugrunde, die mit Unsicherheiten behaftet sind.

3.26 Eigenkapital

Kapitalrücklage

In der Kapitalrücklage wird das Eigenkapital der GfK SE ausgewiesen, das nicht zum gezeichneten Kapital gehört, das aus Kapitaleinzahlungen der Anteilseigner stammt und das nicht aus dem erwirtschafteten Ergebnis resultiert. Als Kapitalrücklage werden Leistungen ausgewiesen, die im Zusammenhang mit Einlagen zum Erwerb von Anteilen oder der Gewährung eines Vorzugs stehen, aber auch andere Leistungen zur Verstärkung des Eigenkapitals.

Gewinnrücklagen

Als Gewinnrücklagen werden Beträge ausgewiesen, die im Geschäftsjahr oder in früheren Geschäftsjahren aus dem Ergebnis gebildet worden sind. Es handelt sich dabei auch um die aus dem Ergebnis zu bildende gesetzliche Rücklage.

Sonstige Rücklagen

Die sonstigen Rücklagen enthalten Veränderungen im Eigenkapital des Konzerns, die zunächst im sonstigen Ergebnis erfasst werden und bei denen es sich nicht um Einzahlungen von Aktionären oder Ausschüttungen an Aktionäre handelt. 

Diese Veränderungen resultieren aus Währungskursdifferenzen, aus unrealisierten Gewinnen und Verlusten aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren, aus der Bewertung von Sicherungsbeziehungen (Cashflow Hedges und Net Investment Hedges) sowie aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten aus leistungsorientierten Pensionsplänen.

Minderheitsanteile am Eigenkapital

Als Minderheitsanteile am Eigenkapital werden die nicht beherrschenden Anteile ausgewiesen.

3.27 Rückstellungen

Rückstellungen werden grundsätzlich gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht und ein Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist. Zudem muss die Höhe der Verpflichtung verlässlich geschätzt werden können. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst, wenn sie unverzinslich oder niedrig verzinslich sind.

Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) bewertet. Hierbei werden künftige Gehaltssteigerungen berücksichtigt. Der bilanzierte Betrag stellt den um den nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand bereinigten Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung nach Verrechnung mit dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens dar. Der Diskontierungszinssatz orientiert sich an der Verzinsung erstrangiger fest-verzinslicher Industrieanleihen.

Auf Grundlage der leistungsorientierten Nettoschuld bzw. des leistungsorientierten Nettovermögens werden die Nettozinsen auf die Nettoschuld (den Nettovermögenswert) aus einem leistungsorientierten Plan ermittelt, indem die Nettoschuld (der Nettovermögenswert) zu Beginn der Periode mit dem Diskontierungszinssatz multipliziert wird, der der leistungsorientierten Verpflichtung, also der Bruttoschuld, zu Periodenbeginn zugrunde liegt. 

Pensions- und ähnliche Verpflichtungen werden ausgehend von versicherungsmathematischen Bewertungen bilanziert. Zu den diesen Bewertungen zugrunde liegenden Faktoren zählen versicherungsmathematische Annahmen wie Diskontierungszinssätze, erwartete Gehaltssteigerungen, Sterblichkeitsraten und Steigerungsraten für Kosten der Gesundheitsfürsorge. Infolge veränderter Bedingungen können die versicherungsmathematischen Annahmen wesentlich von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen und in der Folge zu signifikanten Änderungen der Verpflichtungen im Zusammenhang mit Leistungen an Arbeitnehmer führen.

Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden bei Fälligkeit als Aufwand erfasst.

Unternehmen der GfK Gruppe sind mitunter Parteien in Rechtsstreitigkeiten. Der Vorstand analysiert regelmäßig aktuelle Informationen zu rechtlichen Risiken. Für wahrscheinliche Verpflichtungen werden Rückstellungen passiviert, bei deren Dotierung auch geschätzte Kosten der rechtlichen Beratung berücksichtigt werden. In diesem Zusammenhang werden die Wahrscheinlichkeit eines ungünstigen Ausgangs aus Sicht der GfK Gruppe und die Möglichkeit, die Höhe der entsprechenden Verpflichtung gegebenenfalls hinreichend verlässlich schätzen zu können, berücksichtigt. Für Zwecke der Beurteilung rechtlicher Risiken setzen die Unternehmen der GfK Gruppe interne und externe Anwälte ein. 

Für weitere Verpflichtungen gegenüber Dritten, die zukünftig wahrscheinlich zu einem Ressourcenabfluss führen, aber keine Verbindlichkeiten sind, werden Rückstellungen gebildet, wenn mehr für als gegen das Vorliegen einer gegenwärtigen Verpflichtung spricht und wenn der erwartete Betrag der Inanspruchnahme im Rahmen einer Bandbreite geschätzt werden kann. Innerhalb dieser Bandbreite wird der wahrscheinlichste Betrag angesetzt.

3.28 Finanzverbindlichkeiten

Die Finanzverbindlichkeiten enthalten verzinsliche Verbindlichkeiten mit Finanzierungscharakter, insbesondere Darlehen von Banken und anderen Darlehensgebern, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie andere verzinsliche Verbindlichkeiten. 

Die GfK Gruppe bilanziert von Minderheitsgesellschaftern gehaltene Andienungsrechte (Put-Optionen oder Obligationen) sowie variable Kaufpreise im Zusammenhang mit Anteilserwerben als von zukünftigen Ereignissen abhängige Kaufpreisbestandteile, die von zukünftigen Umsätzen und EBITs beeinflusst werden. Die hiervon betroffenen Minderheitsanteile werden nicht als Anteile anderer Gesellschafter ausgewiesen. Die Bewertung der damit in Zusammenhang stehenden lang- bzw. kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten erfolgt grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert. Die Aufzinsung der Zahlungsverpflichtungen wird in den Zinsaufwendungen gezeigt.

Für mögliche Anpassungen der Anschaffungskosten in Abhängigkeit von künftigen Ereignissen, die im Erwerbszeitpunkt als Verbindlichkeiten erfasst werden, werden Wertänderungen von ab dem 1. Januar 2010 eingegangenen Verbindlichkeiten aus Earn-outs und Andienungsrechten von Minderheitsgesellschaftern ergebniswirksam im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen. In der Kapitalflussrechnung erfolgt die Korrektur des daraus entstehenden Ergebnisses in der Position „Sonstige zahlungsunwirksame Erträge / Aufwendungen“ innerhalb des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit.

3.29 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen werden unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

3.30 Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung

Der Passivposten „Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung“ umfasst erhaltene Anzahlungen sowie abgegrenzte Beträge aus der Umsatzbewertung. In diesem Posten werden abgegrenzte Umsätze ausgewiesen, die aus vertraglich vereinbarten Voraus- oder Anzahlungsrechnungen entstanden sind, jedoch gemäß den oben beschriebenen Methoden der Umsatzrealisierung noch nicht als Umsatz vereinnahmt werden können.

3.31 Übersicht über die angewandten Bewertungsgrundsätze

Der folgenden Tabelle können die wichtigsten Bewertungsgrundsätze entnommen werden, die bei der Erstellung des Konzernabschlusses der GfK Gruppe Anwendung finden.

aktiva
Geschäfts- oder Firmenwerte Impairment-only-Ansatz
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
mit bestimmter Nutzungsdauer Fortgeführte Anschaffungs- oder Herstellungskosten
mit unbestimmter Nutzungsdauer Impairment-only-Ansatz
Sachanlagen Fortgeführte Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen, sonstige Beteiligungen Anschaffungskosten
Ausleihungen und langfristige Festgelder Fortgeführte Anschaffungskosten
Zu Handelszwecken gehalten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Zur Veräußerung verfügbare sonstige Wertpapiere Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen Fortgeführte Anschaffungskosten
Finanzielle sonstige Vermögenswerte
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Übrige finanzielle sonstige Vermögenswerte Fortgeführte Anschaffungskosten
Nicht finanzielle sonstige Vermögenswerte Fortgeführte Anschaffungskosten
Kurzfristige Wertpapiere und Festgelder Fortgeführte Anschaffungskosten
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Fortgeführte Anschaffungskosten

passiva
Rückstellungen
Pensionsrückstellungen Anwartschaftsbarwertverfahren
Sonstige Rückstellungen Abgezinster Erfüllungsbetrag mit höchster Eintrittswahrscheinlichkeit
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Finance Lease Fortgeführter Barwert der Mindestleasingzahlungen
Von zukünftigen Ereignissen abhängige Kaufpreisverpflichtungen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten Fortgeführte Anschaffungskosten
Finanzielles sonstiges Fremdkapital
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Übriges finanzielles sonstiges Fremdkapital Fortgeführte Anschaffungskosten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Fortgeführte Anschaffungskosten
Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung Fortgeführte Anschaffungskosten
Nicht finanzielles sonstiges Fremdkapital Fortgeführte Anschaffungskosten

3.32 Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung stellt anhand von Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, aus der Investitionstätigkeit und aus der Finanzierungstätigkeit die Veränderung der Bilanzposition „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente“ dar. 

Dabei wird der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit indirekt anhand von Veränderungen der Bilanzpositionen ermittelt. Sie werden um Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Änderungen des Konsolidierungskreises bereinigt. Daraus folgt, dass eine Abstimmung der Veränderungen von Bilanzposten aus der Konzern-Kapitalflussrechnung mit den rechnerischen Veränderungen aus der Konzernbilanz, mit dem Anlagenspiegel oder mit sonstigen Angaben im Konzernanhang nur eingeschränkt möglich ist.

3.33 Schätzungen

Die Erstellung des Konzernabschlusses der GfK Gruppe nach IFRS erfordert die Verwendung von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen. Einige dieser Schätzungen betreffen Sachverhalte, denen eine Unsicherheit immanent ist und die Veränderungen unterliegen können. Diese Schätzungen und Annahmen wurden vom Vorstand unter Berücksichtigung aller bekannten Tatsachen nach bestem Wissen vorgenommen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln. Dennoch können die tatsächlichen Beträge der Vermögenswerte und Schulden sowie die Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag ebenso wie die Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres davon abweichen.

Schätzungen finden Anwendung bei der Umsatzrealisierung nach der Percentage-of-Completion-Methode, im Zusammenhang mit dem Wertberichtigungsbedarf für zweifelhafte Forderungen und bei der Durchführung des Impairment-Tests für den Geschäfts- oder Firmenwert sowie für andere immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagen. Darüber hinaus werden Schätzungen vorgenommen bei der Kaufpreisallokation in der Folge von Unternehmenszusammenschlüssen, bei der Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern und beim Ansatz und der Bewertung von bedingten Kaufpreisverpflichtungen und Rückstellungen. Nähere Erläuterungen zur Art der in diesen Gebieten jeweils notwendigen Schätzungen sowie zur Vornahme der Schätzungen in der GfK Gruppe können der vorstehenden Erläuterung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entnommen werden. Die im Berichtsjahr verwendeten Parameter beim Impairment-Test für immaterielle Vermögenswerte und für die Bewertung der Pensionsrückstellungen sind in diesem Konzernanhang in den Kapiteln 16, „Immaterielle Vermögenswerte“, und 26, „Rückstellungen“, enthalten.

Im Abschnitt „Ausblick“ des Konzernlageberichts werden die wichtigsten Einschätzungen über die zukünftige Entwicklung der GfK Gruppe und ihres wirtschaftlichen Umfelds dargestellt.

 

4. Konsolidierungskreis und wesentliche Akquisitionen

4.1 Voll konsolidierte Gesellschaften

Zum 31. Dezember 2015 umfasst der Konsolidierungskreis nach IFRS neben der Muttergesellschaft neun (2014: zehn) inländische und 130 (2014: 127) ausländische Tochterunternehmen. 

Die Änderungen im Bereich der voll konsolidierten Tochterunternehmen zwischen dem 
1. Januar 2015 und dem 31. Dezember 2015 sind in nachfolgender Tabelle dargestellt.

Voll konsolidierte Tochterunternehmen (Anzahl)
1.1.2015 Zugänge Abgänge 31.12.2015
Inland 10 0 -1 9
Ausland 127 4 -1 130
Gesamt 137 4 -2 139

Zum 1. September 2015 wurde die kurz zuvor erworbene 100-Prozent-Beteiligung an der NORM Research & Consulting AB, Stockholm, Schweden, und damit auch an ihrer Tochtergesellschaft Norm Research & Consulting B.V., Amsterdam, Niederlande, erstmals konsolidiert. Beide Gesellschaften sind im Sektor Consumer Experiences tätig.

Der Kaufpreis aus dieser Akquisition betrug 8.044 TEUR, wovon im Berichtsjahr 6.839 TEUR durch Zahlungsmittel geleistet wurden. Der restliche Kaufpreis ist noch nicht fällig; dabei handelt es sich um Verpflichtungen aus nachträglichen Kaufpreisanpassungen. Aus dieser Akquisition resultierte ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 4.343 TEUR, der den Sektor Consumer Experiences betrifft. Der Geschäfts- oder Firmenwert repräsentiert vor allem das Know-how der Mitarbeiter der erworbenen Tochtergesellschaften, das nicht gesondert aktiviert werden kann.

Im Rahmen des angesprochenen Erwerbsvorgangs wurden bisher nicht bilanzierte immaterielle Vermögenswerte und darauf entfallende latente Steuern in Höhe von per Saldo 1.391 TEUR aufgedeckt. Hierbei handelt es sich insbesondere um den Kundenstamm und Software.

Vor Zusammenschluss Zum Erwerbszeitpunkt
Langfristige Vermögenswerte 599 2.367
Kurzfristige Vermögenswerte 1.474 1.474
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.656 1.656
Verbindlichkeiten und Rückstellungen 1.414 1.791

Zum Konzernumsatz der GfK Gruppe im Geschäftsjahr 2015 haben diese Gesellschaften mit 1.851 TEUR beigetragen. Das kumulierte Ergebnis dieser Gesellschaften für die Zeit ihrer Zugehörigkeit zur GfK Gruppe beträgt -356 TEUR. 

Für den Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung am 1. September 2015 erzielten die beiden genannten Gesellschaften Umsatzerlöse in Höhe von 4.422 TEUR und ein Ergebnis von -36 TEUR.

Die im Vorjahr gegründete GfK Philippines Corporation, Makati City, Philippinen, wurde zum 1. Januar 2015 erstkonsolidiert. Darüber hinaus wurde zum 1. Januar 2015 die im Jahr 2009 gegründete GfK – Retail and Technology Colombia Limitada, Bogotá, Kolumbien, in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Beide Gesellschaften sind im Sektor Consumer Choices tätig. 

Zum 11. Mai 2015 wurde die im Sektor Consumer Experiences tätige GfK nurago GmbH, Hannover, auf die GfK SE, Nürnberg, verschmolzen. Des Weiteren wurde am 1. September 2015 die im Sektor Consumer Experiences tätige INCOMA GfK, s.r.o., Prag, Tschechische Republik, auf die GfK Czech, s.r.o., Prag, Tschechische Republik, verschmolzen.

Diese konzerninternen Verschmelzungen dienten ausschließlich der Vereinfachung der Konzernstruktur und haben keine unmittelbare wirtschaftliche Auswirkung.

4.2 Gesellschaften von untergeordneter Bedeutung

Im Berichtsjahr bezog die GfK Gruppe 29 (2014: 31) Gesellschaften aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss ein.

Insgesamt sind jeweils der externe Umsatz, das Jahresergebnis, die Bilanzsumme und die Cashflows dieser Gesellschaften im Vergleich zu den entsprechenden Werten des Konzernabschlusses wie im Vorjahr von untergeordneter Bedeutung.

4.3 Assoziierte Unternehmen

Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 sind Anteile an neun (2014: zwölf) ausländischen assoziierten Unternehmen und, wie im Jahr 2014, an einem inländischen assoziierten Unternehmen bilanziert. 

Am 5. März 2015 wurde eine Beteiligung von rund 22 Prozent an der YouEye Inc., Mountain View, Kalifornien, USA, erworben.

Am 30. Juli 2015 wurde die MarketingScan International SAS, Suresnes, Frankreich, auf ihre Tochter MarketingScan SAS, Suresnes, Frankreich, verschmolzen. Die MarketingScan SAS, Suresnes, Frankreich, war zuvor im at equity bewerteten Teilkonzern unter der MarketingScan International SAS, Suresnes, Frankreich, enthalten und daher nicht als separates assoziiertes Unternehmen geführt worden. Am 20. August 2015 wurde außerdem die Consumer Zoom SAS, Suresnes, Frankreich, auf die MarketingScan SAS, Suresnes, Frankreich, verschmolzen.

Die Beteiligungen an der Oz Toys Marketing Services Pty. Ltd., Sydney, Australien, der Sports Tracking Europe B.V., Amstelveen, Niederlande, und der NPD Intelect, L.L.C., Port Washington, New York, USA, wurden am 23. November 2015 verkauft. Diese Gesellschaften waren dem Sektor Consumer Choices zugeordnet.

4.4 Sonstige Beteiligungen

Die Anzahl der sonstigen Beteiligungen stieg von drei auf vier durch den indirekten Erwerb eines Minderheitsanteils an der ZecoByte AB, Stockholm, Schweden, im Zuge der Akquisition der NORM Research & Consulting AB, Stockholm, Schweden.

 

5. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt nach ihrer Art aufgliedern:

2014 2015
Umsatzerlöse mit Dritten 1.448.015 1.537.528
Umsatzerlöse mit Gruppenunternehmen 2.635 3.206
Umsatzerlöse mit nahestehenden Personen und Gruppen 2.273 2.692
Umsatzerlöse 1.452.923 1.543.426

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Sektoren und nach Regionen wird in der Segmentberichterstattung in Kapitel 34 dargestellt.

 

6. Umsatzkosten

Die Aufgliederung der Umsatzkosten ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.

2014 2015
Personalkosten 491.960 537.941
Sonstige Umsatzkosten 424.257 461.125
Abschreibungen und Wertminderungen 48.131 39.498
Umsatzkosten von Gruppenunternehmen 9.042 6.252
Umsatzkosten (vor Forschungs- und Entwicklungskosten) 973.390 1.044.816
Forschungs- und Entwicklungskosten 17.196 17.118
Umsatzkosten (inkl. Forschungs- und Entwicklungskosten) 990.586 1.061.934

Die sonstigen Umsatzkosten beinhalten ganz überwiegend bezogene Leistungen.

 

7. Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten

Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten setzen sich wie folgt zusammen:

2014 2015
Personalkosten 198.253 198.889
Sonstige Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten 80.172 81.219
Abschreibungen und Wertminderungen 21.634 22.118
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten von Gruppenunternehmen 943 3
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten 301.002 302.229

Die Abschreibungen und Wertminderungen enthalten neben den Abschreibungen und Wertminderungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen auch Wertberichtigungen auf operative Forderungen.

Die sonstigen Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten setzen sich überwiegend aus Mietaufwand, Kosten für Beratung und andere externe Dienstleistungen, Reisekosten, Kosten der Telekommunikation, Datenübertragung und -verarbeitung sowie Wartungsaufwand zusammen.

 

8. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten die in der folgenden Tabelle aufgeführten Positionen.

2014 2015
Währungsgewinne 2.950 2.306
Wertaufholungen 1.120 0
Übrige 3.748 17.507
Sonstige betriebliche Erträge 7.818 19.813

Die Währungsgewinne beinhalten hauptsächlich Gewinne aus Fremdwährungsgeschäften in US-Dollar und britischen Pfund sowie aus Fremdwährungstransaktionen einer Gesellschaft mit der funktionalen Währung türkische Lira in Euro und US-Dollar.

Die Wertaufholungen betrafen im Vorjahr in Höhe von 1.084 TEUR Zuschreibungen auf Marken.

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge umfassen in der Hauptsache Erträge aus der in Kapitel 25.4, „Eigenkapitalveränderungsrechnung“, näher erläuterten Auflösung der Überkreuzbeteiligung mit The NPD Group, Inc., USA, sowie aus der Vermietung von Immobilien.

 

9. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten die in der folgenden Tabelle aufgeführten Positionen, die nicht den Funktionskosten zuordenbar sind.

2014 2015
Wertminderung auf Geschäfts- oder Firmenwerte 59.498 39.418
Personalkosten 10.842 14.504
Währungsverluste 4.093 4.545
Abschreibungen und sonstige Wertminderungen 1.963 24.376
Übrige 24.775 12.082
Sonstige betriebliche Aufwendungen 101.171 94.925

Die Wertminderung auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 39.418 TEUR (2014: 59.498 TEUR) ergab sich infolge einer Neueinschätzung der Wachstumsaussichten im Sektor Consumer Experiences.

Die Personalkosten betreffen vorwiegend Abfindungen im Zusammenhang mit Stellen, die aufgrund einer Neustrukturierung als Folge der neuen strategischen Ausrichtung der betreffenden Bereiche nicht wieder besetzt wurden (13.897 TEUR; 2014: 10.782 TEUR).

Die Währungsverluste enthalten hauptsächlich Verluste aus Fremdwährungstransaktionen von Gesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, in Euro, US-Dollar, britischen Pfund und Schweizer Franken sowie aus Fremdwährungsgeschäften von Gesellschaften mit dem Euro als funktionaler Währung in US-Dollar, britischen Pfund, Singapur-Dollar, australischen Dollar und japanischen Yen.

Die Abschreibungen und sonstigen Wertminderungen betreffen mit 20.034 TEUR (2014: 0 TEUR) Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte, die durch die Aufgabe von Produktneuentwicklungen (Mobile Insight/Location Insight) sowie einzelner Module der bereits bestehenden Analyse-und Produktionsplattform CPIMS/NEO bedingt sind. Im Berichtsjahr sind keine Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte angefallen, die im Zusammenhang mit den im Jahr 2012 aufgetretenen Unregelmäßigkeiten bei der GfK Arastirma Hizmetleri A.S., Istanbul, Türkei, stehen (2014: 1.097 TEUR). Aus demselben Anlass sind allerdings weitere Aufwendungen in Höhe von 1.349 TEUR (2014: 10.962 TEUR) in den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Sie beinhalten hauptsächlich Rechts- und Beratungskosten.

Darüber hinaus umfassen die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen Kosten, die mit Mietverträgen bzw. Umzügen zusammenhängen (4.447 TEUR; 2014: 2.713 TEUR), sowie Aufwendungen aus Unternehmenskäufen und Übernahmetransaktionen (3.164 TEUR; 2014: 215 TEUR). Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten (84 TEUR; 2014: 3.196 TEUR) sowie Aufwendungen für Sozialversicherungsrisiken in verschiedenen Ländern (160 TEUR; 2014: 2.722 TEUR) spielen hingegen nur noch eine untergeordnete Rolle.

 

10. Personalaufwendungen

Die Aufwandspositionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten die in nachstehender Tabelle dargestellten Personalaufwendungen.

2014 2015
Löhne und Gehälter 590.274 646.255
Sozialabgaben und Aufwand für Altersversorgung 115.110 119.599
Personalaufwendungen 705.384 765.854

11. Angepasstes operatives Ergebnis

Das angepasste operative Ergebnis ist die interne Steuerungsgröße der GfK Gruppe, die im Konzernlagebericht ausführlich erläutert wird. Es wird wie folgt ermittelt:

2014 2015
Operatives Ergebnis 67.982 104.151
Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte 59.498 39.418
Zu- und Abschreibungen auf aufgedeckte stille Reserven aus der Kaufpreisallokation 11.391 4.314
Erträge und Aufwendungen aus Unternehmenskäufen und Übernahmetransaktionen 1.010 -8.655
Erträge und Aufwendungen aus Reorganisations- und Optimierungsprojekten 17.058 22.772
Personalaufwendungen aus anteilsbasierter Vergütung 1.005 1.896
Ergebnis aus der Währungsumrechnung 1.142 2.240
Erträge und Aufwendungen aus Einmaleffekten und anderen außergewöhnlichen Sachverhalten 19.746 21.443
Angepasstes operatives Ergebnis 178.832 187.579

11.1 Zu- und Abschreibungen auf aufgedeckte stille Reserven aus der Kaufpreisallokation

Die Zusammensetzung der Zu- und Abschreibungen auf aufgedeckte stille Reserven aus der Kaufpreisallokation sowie ihre Verteilung auf die Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind in der folgenden Tabelle dargestellt.

2014 2015
Abschreibungen
Umsatzkosten 3.554 1.171
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten 3.859 3.731
Wertminderungen
Umsatzkosten 6.778 919
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten 1.622 1.208
Sonstige betriebliche Aufwendungen 0 1.288
Wertaufholungen
Umsatzkosten -1.954 -3.131
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten -1.385 -872
Sonstige betriebliche Erträge -1.083 0
Zu- und Abschreibungen auf aufgedeckte stille Reserven aus der Kaufpreisallokation 11.391 4.314

Weitere Erläuterungen hierzu können Kapitel 16.6, „Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte“, entnommen werden.

11.2 Erträge und Aufwendungen aus Reorganisations- und Optimierungsprojekten

Die Erträge und Aufwendungen aus Reorganisations- und Optimierungsprojekten betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Abfindungen im Rahmen von Reorganisationsprojekten in Höhe von 13.897 TEUR (2014: 10.782 TEUR). Darüber hinaus werden hier Aufwendungen in Höhe von 3.397 TEUR (2014: 4.033 TEUR) für das weltweite Standardisierungsprojekt REACH (ehemals SCOPE) ausgewiesen.

11.3 Personalaufwendungen aus anteilsbasierter Vergütung

Seit dem Geschäftsjahr 2010 gilt für die Mitglieder des Vorstands der GfK SE und seit dem Geschäftsjahr 2012 für ausgewählte Führungskräfte der GfK Gruppe ein Long-Term-Incentive-Programm, das in Kapitel 3.17, „Long-Term-Incentive-Programme für Mitarbeiter und Führungskräfte der GfK Gruppe“, näher beschrieben wird. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Stückzahl, die Laufzeit und den Wert der im Rahmen dieses Long-Term-Incentive-Programms gewährten virtuellen Aktien.

Tranche 1 2 3 4 5 6
Jahr der Gewährung 2010 2011 2012 2013 2014 2015
Jahr der Auszahlung 2014 2015 2016 2017 2018 2019
Anzahl gewährter virtueller Aktien (Stück) 15.693 16.498 49.886 46.458 44.906 72.373
Zeitwert einer virtuellen Aktie in Euro 30,90 30,90 30,90 30,90 30,90 30,90

Für das Programm sind im Geschäftsjahr insgesamt Aufwendungen in Höhe von 1.896 TEUR (2014: 1.005 TEUR) angefallen.

11.4 Erträge und Aufwendungen aus Einmaleffekten und anderen außergewöhnlichen Sachverhalten

In den Erträgen und Aufwendungen aus Einmaleffekten und anderen außergewöhnlichen Sachverhalten sind Wertminderungen enthalten, die im Zusammenhang mit der Einstellung der netzwerkbasierten Entwicklungstätigkeiten im Bereich Mobile Insight/Location Insight sowie zweier Module der digitalen Analyse-und Produktionsplattform CPIMS/NEO stehen (20.034 TEUR, 2014: 0 TEUR). 

Die aus den Unregelmäßigkeiten bei der GfK Arastirma Hizmetleri A.S., Istanbul, Türkei, resultierenden Aufwendungen belaufen sich für das Jahr 2015 auf 1.349 TEUR (2014: 12.059 TEUR). Für weitere Rechtsstreitigkeiten und Sozialversicherungsrisiken sind im Geschäftsjahr insgesamt Aufwendungen in Höhe von 244 TEUR (2014: 5.918 TEUR) angefallen. 

Durch den Verkauf des Bürogebäudes bei der GfK Switzerland AG, Hergiswil, Schweiz, konnten Erträge von insgesamt 1.102 TEUR (2014: 0 TEUR) realisiert werden.

 

12. Sonstige Finanzerträge

Die sonstigen Finanzerträge setzen sich wie folgt zusammen:

2014 2015
Zinsen und ähnliche Erträge von Banken 712 897
Sonstige Zinserträge 1.350 1.277
Zinserträge 2.062 2.174
Übrige sonstige Finanzerträge 7.995 27.993
Sonstige Finanzerträge 10.057 30.167

In den übrigen sonstigen Finanzerträgen sind hauptsächlich Währungsgewinne aus Finanzanlagen, Finanzforderungen und Finanzverbindlichkeiten, Bankguthaben in Fremdwährung sowie Erträge aus Währungssicherungsgeschäften in Höhe von insgesamt 24.275 TEUR (2014: 7.431 TEUR) enthalten. Diese Beträge und ihre Entwicklung sind im Zusammenhang mit den korrespondierenden Währungsverlusten in den sonstigen Finanzaufwendungen zu sehen.

Darüber hinaus werden in den sonstigen Finanzerträgen im Wesentlichen Erträge aus der ergebniswirksamen Bewertungsanpassung von Kaufpreisverpflichtungen für den Erwerb von Beteiligungen bzw. Vermögenswerten (Put-Optionen oder Obligationen) in Höhe von 3.681 TEUR (2014: 564 TEUR) ausgewiesen.

 

13. Sonstige Finanzaufwendungen

Die sonstigen Finanzaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2014 2015
Zinsen und ähnliche Aufwendungen an Banken 7.715 5.272
Sonstige Zinsaufwendungen 13.729 13.456
Zinsaufwendungen 21.444 18.728
Übrige sonstige Finanzaufwendungen 12.970 29.704
Sonstige Finanzaufwendungen 34.414 48.432

Die sonstigen Zinsaufwendungen enthalten in Höhe von 10.100 TEUR (2014: 10.115 TEUR) Zinsaufwendungen für eine Festzinsanleihe über 186 Millionen Euro, die am 1. April 2011 begeben wurde und mit einem Kupon in Höhe von 5,0 Prozent ausgestattet ist. Darüber hinaus werden in dieser Position 1.120 TEUR (2014: 1.309 TEUR) Zinsaufwendungen für zukünftige Kaufpreisverbindlichkeiten aus dem Erwerb von Beteiligungen ausgewiesen.

In den übrigen sonstigen Finanzaufwendungen sind im Wesentlichen Währungsverluste aus Finanzanlagen, Finanzforderungen und -verbindlichkeiten sowie aus in Fremdwährung geführten Bankkonten in Höhe von 26.678 TEUR (2014: 10.975 TEUR) enthalten. Diese Beträge und ihre Entwicklung sind im Zusammenhang mit den korrespondierenden Währungsgewinnen in den sonstigen Finanzerträgen zu sehen.

Weitere Informationen zum Einsatz derivativer Finanzinstrumente können Kapitel 29, „Finanzinstrumente“, und Kapitel 30, „Risikomanagement von Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiken“, entnommen werden.

 

14. Steuern auf das Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit

Die Hauptbestandteile der Ertragsteuern des Konzerns sind in nachfolgender Tabelle dargestellt:

2014 2015
Tatsächlicher Steueraufwand/-ertrag
Ertragsteuern laufendes Jahr 37.123 44.760
Steuerertrag aus der Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verluste -5.335 -1.301
Ertragsteuern Vorjahre 924 -1.139
Tatsächlicher Steueraufwand/-ertrag 32.712 42.320
Latenter Steueraufwand/-ertrag
aus der Nutzung von Verlustvorträgen und Zinsvorträgen/Steuerguthaben 8.429 17.348
aus der Entstehung oder Umkehrung temporärer Differenzen 7.472 4.111
aus Zu- und Abschreibungen auf aufgedeckte stille Reserven aus der Kaufpreisallokation -3.955 -1.205
aufgrund bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verluste und Zinsvorträge/Steuerguthaben -2.598 -1.226
aus Steuersatzänderungen/neuen Steuern 355 -1.435
aufgrund der Neueinschätzung der Realisierbarkeit steuerlicher Verluste -9.633 -2.256
aufgrund neu entstandener angesetzter steuerlicher Verluste und Zinsvorträge/Steuerguthaben -5.259 -10.992
Sonstiger latenter Steueraufwand 689 498
Latenter Steueraufwand/-ertrag -4.500 4.843
Steuern auf das Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit 28.212 47.163

Die Ertragsteuern unterteilen sich nach In- und Ausland wie folgt:

2014 2015
Tatsächlicher Steueraufwand/-ertrag 32.712 42.320
davon Inland 3.106 1.147
davon Ausland 29.606 41.173
Latenter Steueraufwand/-ertrag -4.500 4.843
davon Inland 10.089 -4.805
davon Ausland -14.589 9.648

Der zur Berechnung der latenten Steuern für die GfK SE und ihre Organgesellschaften herangezogene Steuersatz setzt sich zusammen aus dem Körperschaftsteuersatz von 15 Prozent zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 Prozent auf die festgesetzte Körperschaftsteuer sowie dem Gewerbesteuersatz von 15,645 Prozent. Daraus ergibt sich zum 31. Dezember 2015 unverändert ein Steuersatz in Höhe von 31,470 Prozent.

Die latenten Steuern der übrigen deutschen Gesellschaften werden unter Zugrundelegung des jeweils einschlägigen Gewerbesteuerhebesatzes berechnet. Die latenten Steuern der Auslandsgesellschaften werden mit dem jeweiligen landesspezifischen Steuersatz ermittelt. 

Die nachfolgende Tabelle enthält eine Überleitung vom erwarteten Ertragsteueraufwand auf den im Geschäftsjahr 2015 ausgewiesenen Ertragsteueraufwand. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird der im Berichtsjahr gültige laufende Steuersatz der Muttergesellschaft GfK SE in Höhe von 31,470 Prozent (2014: 31,470 Prozent) mit dem Ergebnis vor Steuern multipliziert.

2014 2015
Gesamtsteuersatz in Prozent 31,470 31,470
Erwarteter Steueraufwand 14.977 27.659
Erhöhung/Minderung der Ertragsteuerbelastung durch:
Steuerfreie Erträge -4.316 -4.429
Anpassung der latenten Steuern aufgrund von Steuersatzänderungen 355 -1.435
Steuern aus Vorjahren 988 -976
Veränderung der nicht als aktive latente Steuer angesetzten temporären Differenzen, Verlustvorträge, Zinsvorträge sowie Steuerguthaben -13.773 -683
Effekte aus Kaufpreisverpflichtungen 239 -541
Veränderung von permanenten Differenzen -39 -276
Aktive latente Steuer auf neu entstandene Steuerguthaben -13 -10
Steuerlich nicht ansetzbares Ergebnis aus At-equity-Beteiligungen -21 165
Steuersatzunterschiede 2.756 1.019
Konsolidierung von steuerpflichtigen Beteiligungserträgen 1.271 3.060
Abweichende Bemessungsgrundlage 2.128 3.312
Nicht abziehbare Aufwendungen 6.309 5.820
Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwerte 18.724 12.405
Sonstiges -1.373 2.073
Ausgewiesener Steueraufwand 28.212 47.163

In der Konzernbilanz wurden folgende laufende Ertragsteuerforderungen bzw. 
-verbindlichkeiten erfasst:

31.12.2014 31.12.2015
Langfristige Ertragsteuerforderungen 4.051 3.811
Kurzfristige Ertragsteuerforderungen 1) 17.413 15.654
Ertragsteuerforderungen Gesamt 21.464 19.465
Langfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten 0 0
Kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten 15.522 13.545
Ertragsteuerverbindlichkeiten Gesamt 15.522 13.545
1) Zusätzlich sind zum 31.12.2015 kurzfristige Ertragsteuerforderungen in Höhe von 51 TEUR in den zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten enthalten.

Die langfristigen Ertragsteuerforderungen sind in der Bilanzposition „Langfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen“ ausgewiesen.

Die langfristigen Ertragsteuerverbindlichkeiten sind in der Bilanzposition „Langfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen“ enthalten.

Die latenten Steuern resultieren aus den in der folgenden Tabelle dargestellten Bilanzpositionen:

31.12.2014 31.12.2015
Geschäfts- oder Firmenwerte 485 508
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1.369 1.236
Sachanlagen 2.136 1.852
Anteile an verbundenen Unternehmen 4 3
Assoziierte und sonstige Beteiligungen 25 257
Sonstige Finanzanlagen 2.202 1.240
Langfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 1.355 804
Langfristige Vermögenswerte 7.576 5.900
Forderungen und kurzfristige sonstige Vermögenswerte 1.063 778
Kurzfristige Wertpapiere und Festgelder, liquide Mittel 0 12
Kurzfristige Vermögenswerte 1.063 790
Langfristige Rückstellungen 9.206 9.405
Langfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen 834 5.130
Langfristiges Fremdkapital 10.040 14.535
Kurzfristige Rückstellungen 850 1.321
Kurzfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen 21.804 23.794
Kurzfristiges Fremdkapital 22.654 25.115
Verlustvorträge 42.530 43.031
Zinsvorträge/Steuerguthaben 16.306 13.349
Aktive latente Steuern 100.169 102.720
Geschäfts- oder Firmenwerte -37.967 -46.032
Sonstige immaterielle Vermögenswerte -74.365 -75.628
Sachanlagen -2.520 -2.190
Anteile an verbundenen Unternehmen -2.904 -4.514
Assoziierte und sonstige Beteiligungen -32 -66
Sonstige Finanzanlagen -3.655 -2.622
Langfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen -732 -1.420
Langfristige Vermögenswerte -122.175 -132.472
Forderungen und kurzfristige sonstige Vermögenswerte -9.813 -11.253
Kurzfristige Wertpapiere und Festgelder, liquide Mittel -25 -4
Kurzfristige Vermögenswerte -9.838 -11.257
Langfristige Rückstellungen -524 -174
Langfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen -460 -274
Langfristiges Fremdkapital -984 -448
Kurzfristige Rückstellungen -380 -201
Kurzfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen -941 -1.137
Kurzfristiges Fremdkapital -1.321 -1.338
Passive latente Steuern -134.318 -145.515
Nettobetrag der passiven latenten Steuern -34.149 -42.795

Die Veränderung des Nettobetrags der passiven latenten Steuern ist in Höhe von -4.843 TEUR (2014: 4.500 TEUR) in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Im sonstigen Ergebnis wurden 2.082 TEUR (2014: 3.662 TEUR) verbucht. Aus der Währungsbewertung der Bilanzposten „Latente Steueransprüche“ und „Latente Steuerverbindlichkeiten“ sowie aus den Steuern im sonstigen Ergebnis ergab sich ein Effekt in Höhe von -5.301 TEUR (2014: -4.501 TEUR).

Die latenten Steuern sind in der Konzernbilanz wie in der anschließenden Tabelle gezeigt ausgewiesen:

31.12.2014 31.12.2015
Aktive latente Steuern 41.373 43.578
Passive latente Steuern -75.522 -86.373
Nettobetrag der passiven latenten Steuern -34.149 -42.795
Aktive latente Steuern in zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten enthalten 0 397
Passive latente Steuern in zur Veräußerung bestimmten Schulden enthalten 0 -282
Nettobetrag der passiven latenten Steuern inklusive zur Veräußerung bestimmter Vermögenswerte und Schulden -34.149 -42.680

Die Veränderung der Ertragsteuerbeträge, die mit den Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses in Zusammenhang stehen, ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

2014 2015
Steuern in den sonstigen Rücklagen aus Währungsumrechnung 0 1.891
Steuern in den sonstigen Rücklagen aus Net Investment Hedges 284 117
Steuern in den sonstigen Rücklagen aus versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten aus leistungsorientierten Pensionsplänen 3.314 58
Steuern in den sonstigen Rücklagen aus Cashflow Hedges 67 12
Steuern in den sonstigen Rücklagen aus Wertpapieren -3 4
In das sonstige Ergebnis gebuchte Steuern 3.662 2.082

Die Aufteilung der inländischen und ausländischen steuerlichen Verlustvorträge geht aus den nachfolgenden Tabellen hervor:

31.12.2014 Deutschland Ausland Gesamt
Steuerlicher Verlustvortrag Gesamt 24.311 177.993 202.304
Steuerlicher Verlustvortrag - als latente Steuer angesetzt - 16.806 128.427 145.233
Verfall innerhalb der nächsten 5 Jahre 0 26.834 26.834
Verfall innerhalb von 5 bis 10 Jahren 0 42.638 42.638
Verfall innerhalb von 10 bis 15 Jahren 0 31.178 31.178
Verfall in mehr als 15 Jahren 0 16.340 16.340
Unbegrenzte Nutzbarkeit 16.806 11.437 28.243
Steuerlicher Verlustvortrag - nicht als latente Steuer angesetzt - 7.505 49.566 57.071
Verfall innerhalb der nächsten 5 Jahre 0 15.747 15.747
Verfall innerhalb von 5 bis 10 Jahren 0 4.599 4.599
Verfall innerhalb von 10 bis 15 Jahren 0 0 0
Verfall in mehr als 15 Jahren 0 0 0
Unbegrenzte Nutzbarkeit 7.505 29.220 36.725

31.12.2015 Deutschland Ausland Gesamt
Steuerlicher Verlustvortrag Gesamt 30.715 170.827 201.542
Steuerlicher Verlustvortrag - als latente Steuer angesetzt - 28.987 116.145 145.132
Verfall innerhalb der nächsten 5 Jahre 0 23.004 23.004
Verfall innerhalb von 5 bis 10 Jahren 0 20.627 20.627
Verfall innerhalb von 10 bis 15 Jahren 0 42.010 42.010
Verfall in mehr als 15 Jahren 0 12.865 12.865
Unbegrenzte Nutzbarkeit 28.987 17.639 46.626
Steuerlicher Verlustvortrag - nicht als latente Steuer angesetzt - 1.728 54.682 56.410
Verfall innerhalb der nächsten 5 Jahre 0 15.942 15.942
Verfall innerhalb von 5 bis 10 Jahren 0 11.055 11.055
Verfall innerhalb von 10 bis 15 Jahren 0 101 101
Verfall in mehr als 15 Jahren 0 243 243
Unbegrenzte Nutzbarkeit 1.728 27.341 29.069

Ausschlaggebend für die Beurteilung des Ansatzes und der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung ihrer zukünftigen Realisierbarkeit. Sie ist abhängig von der Entstehung zukünftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren bzw. steuerliche Verlustvorträge, Zinsvorträge und Steuerguthaben geltend gemacht werden können. 

Aufgrund der Ergebniserwartung für die Zukunft wird davon ausgegangen, dass die Realisierbarkeit der entsprechenden Vorteile aus den bilanzierten aktiven latenten Steuern – analog zur Maßgabe nach IFRS – wahrscheinlich („probable“) ist. Bei Gesellschaften, die latente Steueransprüche für steuerliche Verlustvorträge angesetzt haben und die sich im Berichtsjahr oder im Vorjahr in einer Verlustsituation befunden haben, wurden aktive latente Steuerüberhänge in Höhe von 11.691 TEUR (2014: 6.672 TEUR) angesetzt, da eine hinreichende Gewinnerwartung für die Zukunft besteht. Davon betreffen 327 TEUR Gesellschaften, die zur Veräußerung bestimmt sind.

Zur Beurteilung dieser Gewinnerwartung hat der Vorstand vergangene Ertragssituationen wie auch prognostizierte zukünftige Ergebniserwartungen, errechnet auf der Grundlage von genehmigten Geschäftsplänen, herangezogen. Darüber hinaus flossen auch Steuerplanungen, Informationen über noch nicht genutzte steuerliche Verluste und Steuerguthaben aus Vorjahren sowie weitere maßgebliche Überlegungen in die Werthaltigkeitsprüfung ein.

Neben den oben genannten nicht angesetzten Verlustvorträgen gibt es im Konzern temporäre Differenzen in Höhe von 11.481 TEUR (2014: 13.234 TEUR) und Zinsvorträge bzw. Steuerguthaben in Höhe von 390 TEUR (2014: 350 TEUR), für die keine aktiven Steuerlatenzen angesetzt wurden. Die nicht als in der Zukunft nutzbar klassifizierten steuerlichen Zinsvorträge und Steuerguthaben sind unbeschränkt nutzbar.

Die GfK Gruppe setzt latente Steuern für einbehaltene Gewinne ausländischer Tochtergesellschaften an, soweit diese Gewinne ausschüttungsfähig sind und in absehbarer Zukunft ausgeschüttet werden sollen. Auf diesbezügliche temporäre Differenzen in Höhe von 17.780 TEUR (2014: 19.864 TEUR) wurden mangels Ausschüttungsabsicht keine latenten Steuerverbindlichkeiten abgegrenzt.

Ausschüttungen an Anteilseigner der GfK SE führen nicht zu ertragsteuerlichen Konsequenzen auf Ebene der GfK SE.

 

15. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird wie folgt hergeleitet:

2014 2015
Den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuzurechnendes Konzernergebnis 5.859 36.773
Gewichteter Durchschnitt ausstehender Aktien (Stück) - nicht verwässert - 36.503.896 36.503.896
Gewichteter Durchschnitt ausstehender Aktien (Stück) - verwässert - 36.503.896 36.503.896
Ergebnis je Aktie in Euro 0,16 1,01
Ergebnis je Aktie (verwässert) in Euro 0,16 1,01

Es bestehen keine Sachverhalte, aus denen sich ein Verwässerungseffekt ergeben kann.

 

16. Immaterielle Vermögenswerte

Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte wird in nachfolgender Tabelle gezeigt.

Anschaffungs- und Herstellungskosten Geschäfts- oder Firmenwerte Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte Übrige immaterielle Vermögenswerte Summe immaterielle Vermögenswerte
Stand am 1. Januar 2014 930.097 177.326 427.216 1.534.639
Wechselkursänderungen 62.135 839 32.950 95.924
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 5.139 0 2.542 7.681
Sonstige Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 49 -83 -34
Zugänge 0 45.514 5.718 51.232
Abgänge -1.985 -624 -1.767 -4.376
Umbuchungen 0 -2.856 2.932 76
Stand am 31. Dezember 2014 995.386 220.248 469.508 1.685.142
Stand am 1. Januar 2015 995.386 220.248 469.508 1.685.142
Wechselkursänderungen 58.692 -1.626 31.075 88.141
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 4.437 398 3.525 8.360
Sonstige Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Zugänge 0 59.696 8.856 68.552
Abgänge -1.433 -2.143 -8.437 -12.013
Umgliederung in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte -6.907 -7.799 -31.981 -46.687
Umbuchungen 0 458 -279 179
Stand am 31. Dezember 2015 1.050.175 269.232 472.267 1.791.674
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1. Januar 2014 151.115 63.024 295.244 509.383
Wechselkursänderungen 12.064 596 21.658 34.318
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 0 0 27 27
Sonstige Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 0 -28 -28
Zugänge 0 21.281 18.203 39.484
Abgänge 0 -474 -1.753 -2.227
Wertminderungen 59.498 136 9.496 69.130
Wertaufholungen 0 0 -4.422 -4.422
Umbuchungen 0 -1.254 1.303 49
Stand am 31. Dezember 2014 222.677 83.309 339.728 645.714
Stand am 1. Januar 2015 222.677 83.309 339.728 645.714
Wechselkursänderungen 14.173 848 20.885 35.906
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 0 122 1.535 1.657
Sonstige Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Zugänge 0 20.827 16.280 37.107
Abgänge -96 -2.013 -8.517 -10.626
Umgliederung in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 0 -1.990 -22.694 -24.684
Wertminderungen 39.418 20.337 4.889 64.644
Wertaufholungen 0 0 -4.003 -4.003
Umbuchungen 0 220 -54 166
Stand am 31. Dezember 2015 276.172 121.660 348.049 745.881
Buchwerte
Stand am 1. Januar 2014 778.982 114.302 131.972 1.025.256
Stand am 31. Dezember 2014 772.709 136.939 129.780 1.039.428
Stand am 1. Januar 2015 772.709 136.939 129.780 1.039.428
Stand am 31. Dezember 2015 774.003 147.572 124.218 1.045.793

Die Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen bei den Geschäfts- oder Firmenwerten resultieren aus Unternehmensakquisitionen im Berichtsjahr. Nähere Informationen hierzu können Kapitel 4, „Konsolidierungskreis und wesentliche Akquisitionen“, entnommen werden.

16.1 Geschäfts- oder Firmenwerte

Zum Jahresbeginn 2015 betrug der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte 772.709 TEUR (2014: 778.982 TEUR); zum Jahresende lag der Buchwert bei 774.003 TEUR. Vom Anstieg der Geschäfts- oder Firmenwerte um 1.294 TEUR (2014: Rückgang um 6.273 TEUR) entfallen 44.519 TEUR (2014: 49.592 TEUR) auf währungskursbedingte Veränderungen, denen Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte im Sektor Consumer Experiences von 39.418 TEUR (2014: 59.498 TEUR) und Abgänge von 1.337 TEUR (2014: 1.506 TEUR) aus der Neubewertung von Kaufpreisverpflichtungen für Anteilserwerbe entgegenstehen. Durch den geplanten Verkauf der Marktforschungsaktivitäten im Bereich Pflanzenschutz und Tiergesundheit haben sich die Geschäfts- oder Firmenwerte um 6.907 TEUR verringert, da sie in die Bilanzposition „Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte“ umgegliedert wurden. Aus Unternehmenszusammenschlüssen resultieren Zugänge in Höhe von 4.437 TEUR (2014: 5.139 TEUR). 

Die bilanzielle Verringerung der Geschäfts- oder Firmenwerte aufgrund der Wertminderung zu Mittelkursen am Bilanzstichtag beträgt 39.820 TEUR (2014: 62.524 TEUR).

16.2 Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte

Die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2014 Mit begrenzter Nutzungsdauer Mit unbestimmter Nutzungsdauer Gesamt
Software 101.134 0 101.134
Aktivierte Panelaufbaukosten 6.766 28.328 35.094
Sonstige 711 0 711
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 108.611 28.328 136.939

31.12.2015 Mit begrenzter Nutzungsdauer Mit unbestimmter Nutzungsdauer Gesamt
Software 95.482 0 95.482
Aktivierte Panelaufbaukosten 18.368 31.116 49.484
Sonstige 2.606 0 2.606
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 116.456 31.116 147.572

Aktivierte Panelaufbaukosten haben nur dann eine begrenzte Nutzungsdauer, wenn das Panel für einen speziellen, begrenzt laufenden Kundenauftrag erstellt wurde. Ansonsten haben aktivierte Panelaufbaukosten eine unbestimmte Nutzungsdauer.

16.3 Übrige immaterielle Vermögenswerte

Die Zusammensetzung der übrigen immateriellen Vermögenswerte ist in den nachstehenden Tabellen dargestellt.

31.12.2014 Mit begrenzter Nutzungsdauer Mit unbestimmter Nutzungsdauer Gesamt
Erworbene Panels 986 63.742 64.728
Kundenstämme 26.583 0 26.583
Marken 176 16.862 17.038
Software 14.847 0 14.847
Studien 152 0 152
Sonstige 6.432 0 6.432
Übrige immaterielle Vermögenswerte 49.176 80.604 129.780

31.12.2015 Mit begrenzter Nutzungsdauer Mit unbestimmter Nutzungsdauer Gesamt
Erworbene Panels 409 64.676 65.085
Kundenstämme 24.547 0 24.547
Marken 0 17.357 17.357
Software 13.590 0 13.590
Studien 0 0 0
Sonstige 3.639 0 3.639
Übrige immaterielle Vermögenswerte 42.185 82.033 124.218

16.4 Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer

Die Verteilung der wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte auf die Zahlungsmittel generierenden Einheiten ist aus der folgenden Tabelle ersichtlich. Darin werden die Geschäfts- oder Firmenwerte derjenigen Zahlungsmittel generierenden Einheiten gesondert dargestellt, deren Geschäfts- oder Firmenwerte mehr als 5 Prozent der gesamten Geschäfts- oder Firmenwerte der GfK Gruppe betragen. Die Wertminderung infolge des Impairment-Tests beträgt 39.418 TEUR (2014: 59.498 TEUR). Dieser Rückgang wurde durch einen währungskursbedingten Anstieg der Geschäfts- oder Firmenwerte mehr als kompensiert, sodass im aktuellen Geschäftsjahr sogar ein Anstieg von 1.294 TEUR zu verzeichnen ist (2014: - 6.273 TEUR).

Die Wertminderungen betrafen den Sektor Consumer Experiences in den Regionen Zentral Osteuropa/META und Süd- und Westeuropa.

31.12.2014 31.12.2015
Consumer Experiences 413.293 402.079
davon
Nordeuropa 212.070 228.940
Nordamerika 71.307 78.477
Zentral Osteuropa/META 65.854 41.690
Sonstige 64.062 52.972
Consumer Choices 359.416 371.924
davon
Nordeuropa 149.880 151.291
Nordamerika 89.309 99.560
Süd- und Westeuropa 58.644 58.690
Sonstige 61.583 62.383
Geschäfts- oder Firmenwerte 772.709 774.003

Die Zuordnung der aktivierten Panelaufbaukosten für selbst erstellte Panels mit unbestimmter Nutzungsdauer zu den Sektoren wird in der nachstehenden Tabelle dargestellt. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr im Sektor Consumer Choices resultiert aus dem Aufbau eines Mobile-Audience-Measurement-Panels in den USA sowie der Erweiterung des Hospital-Panels in Deutschland.

31.12.2014 31.12.2015
Consumer Experiences 20.298 19.595
Consumer Choices 8.030 11.521
Aktivierte Panelaufbaukosten mit unbestimmter Nutzungsdauer 28.328 31.116

Die Zuordnung der erworbenen Panels mit unbestimmter Nutzungsdauer zu den Sektoren kann der folgenden Tabelle entnommen werden. Die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr im Sektor Consumer Choices resultiert vor allem aus dem geplanten Verkauf des Geschäftsbereichs Pflanzenschutz und Tiergesundheit. Die Erhöhung im Sektor Consumer Experiences ist neben positiven Kurseffekten auf die Zuschreibung von Panels, die in den Vorjahren Wertminderungen unterworfen waren, zurückzuführen.

31.12.2014 31.12.2015
Consumer Experiences 38.245 45.261
Consumer Choices 25.497 19.415
Erworbene Panels mit unbestimmter Nutzungsdauer 63.742 64.676

Die Marken, die im Rahmen der Kaufpreisallokation identifiziert und aktiviert wurden, haben in der Regel eine unbestimmte Nutzungsdauer. Es handelt sich um etablierte Marken mit einem hohen Bekanntheitsgrad.

Die Zuordnung der Marken mit unbestimmter Nutzungsdauer zu den Sektoren wird in der anschließenden Tabelle dargestellt.

31.12.2014 31.12.2015
Consumer Experiences 3.607 2.575
Consumer Choices 13.255 14.782
Marken mit unbestimmter Nutzungsdauer 16.862 17.357

16.5 Immaterielle Vermögenswerte von wesentlicher Bedeutung

Immaterielle Vermögenswerte von wesentlicher Bedeutung sind in der GfK Gruppe diejenigen immateriellen Vermögenswerte, deren Buchwert einzeln betrachtet jeweils mehr als fünf Millionen Euro beträgt. Die Gesamtwerte dieser immateriellen Vermögenswerte von wesentlicher Bedeutung, die eine Teilmenge der gesamten immateriellen Vermögenswerte darstellen, sind aus der nachstehenden Tabelle ersichtlich.

31.12.2014 31.12.2015
Geschäfts- oder Firmenwerte 772.709 774.003
Panels 36.947 63.711
Software 60.405 41.420
Marken 13.255 14.782

In der Software ist hauptsächlich das selbst erstellte Analyse- und Produktionssystem StarTrack des Sektors Consumer Choices enthalten, das laufend an die aktuellen Kundenbedürfnisse angepasst wird. Das Analyse- und Produktionssystem hat in seinen einzelnen Komponenten eine Nutzungsdauer von fünf Jahren. Daneben ist hier die Software Drive enthalten, die sich noch in der Entwicklung befindet. Dabei handelt es sich um ein neues End-to-End-System des Sektors Consumer Experiences. 

Die Software für die Messung von Fernsehforschungsdaten sowie die ERP-Software (REACH), die im letzten Jahr noch enthalten waren, liegen nun aufgrund von regulären Abschreibungen unter der Wesentlichkeitsgrenze. Die Entwicklungstätigkeiten an der Software im Bereich Mobile Insight/Location Insight wurden im letzten Jahr eingestellt und die Software entsprechend abgeschrieben.

Die Kategorie Marken betrifft eine Marke aus der Kaufpreisallokation im Zusammenhang mit dem Erwerb der ehemaligen NOP World. Die Panels von wesentlicher Bedeutung stammen zum Teil aus der Kaufpreisallokation im Rahmen des Erwerbs der Knowledge Networks Inc, Menlo Park, Kalifornien, USA. Erstmalig sind hier das neue Fernsehforschungspanel in Brasilien und das deutsche Hospital-Panel, ein Handelspanel im Sektor Consumer Choices, enthalten.

16.6 Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte

Die Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in den nachfolgend aufgeführten Positionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten.

2014 Abschreibungen Wertminderungen Wertaufholungen Gesamt
Umsatzkosten -26.972 -6.913 1.954 -31.931
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten -12.512 -1.622 1.385 -12.749
Sonstige betriebliche Erträge 0 0 1.083 1.083
Sonstige betriebliche Aufwendungen 0 -60.595 0 -60.595
Gesamt -39.484 -69.130 4.422 -104.192

2015 Abschreibungen Wertminderungen Wertaufholungen Gesamt
Umsatzkosten -25.484 -919 3.131 -23.272
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten -11.623 -1.216 872 -11.967
Sonstige betriebliche Aufwendungen 0 -62.509 0 -62.509
Gesamt -37.107 -64.644 4.003 -97.748

Wertminderungen werden vorgenommen, wenn der Buchwert der in einem Impairment-Test getesteten Zahlungsmittel generierenden Einheit höher ist als der zukünftig erzielbare Betrag. Dieser errechnet sich als der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten („fair value less costs to sell“) und dem Nutzungswert. Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten entspricht dem Betrag, der zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern nach Abzug der Veräußerungskosten erzielt werden könnte. Aufgrund der Beschränkungen bei der Ermittlung des Nutzungswerts übersteigt der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten in der Regel den Nutzungswert und stellt für die GfK Gruppe somit den erzielbaren Ertrag dar.

Wurde bei einem sonstigen immateriellen Vermögenswert eine Wertminderung vorgenommen, erfolgt eine Wertaufholung, wenn sich zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag ergibt. Der Buchwert nach Wertaufholung darf jedoch nicht den rechnerischen Buchwert übersteigen, der sich ergeben hätte, wenn die Wertminderung in der Vergangenheit nicht vorgenommen worden wäre.

Die Wertminderungen ergeben sich jeweils aus den Impairment-Tests, denen aktualisierte Kapitalmarktdaten sowie Unternehmensplanungen zugrunde gelegt wurden. Der Wertminderungsaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2014 2015
Geschäfts- oder Firmenwerte -59.498 -39.418
Software -98 -21.091
Panels -7.473 -1.629
Marken 0 -1.288
Kundenstämme -1.622 -1.208
Konzessionen 0 -10
Studien -439 0
Gesamt -69.130 -64.644

Die Wertminderungen blieben im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant, wobei sich die Verteilung auf die einzelnen immateriellen Vermögenswerte erheblich verändert hat. Die Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte und Panels sind in diesem Jahr weiter gesunken und lagen bei insgesamt 41.047 TEUR (2014: 66.971 TEUR). Dagegen sind bei der Software Wertminderungen in Höhe von 21.091 TEUR (2014: 98 TEUR) zu verzeichnen. Sie resultieren größtenteils aus der Einstellung der netzwerkbasierten Entwicklungstätigkeiten im Bereich Mobile Insight/Location Insight. Daneben wurden einzelne Module der digitalen Analyse- und Produktionsplattform CPIMS/NEO aufgrund einer veränderten Einschätzung der technischen Realisierbarkeit abgeschrieben.

Zur Feststellung, ob und inwieweit eine Wertminderung für vorhandene Geschäfts- oder Firmenwerte besteht, wird mindestens einmal jährlich ein Impairment-Test durchgeführt. 

Insgesamt entfielen die bilanziellen Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte im Sektor Consumer Experiences auf die folgenden Regionen:

2014 2015
Zentral Osteuropa/META -36.058 -27.911
Süd- und Westeuropa -6.848 -11.909
Asien und Pazifik -13.187 0
Lateinamerika -6.431 0
Gesamt -62.524 -39.820

Der Wertminderungsbedarf ergab sich im Wesentlichen aus angepassten Wachstumsaussichten in den oben genannten Regionen.

Die beizulegenden Zeitwerte abzüglich der Veräußerungskosten der im Berichtsjahr oder im Vorjahr wertgeminderten Zahlungsmittel generierenden Einheiten des Sektors Consumer Experiences können der folgenden Tabelle entnommen werden.

31.12.2014 31.12.2015
Zentral Osteuropa/META 84.361 62.410
Süd- und Westeuropa 71.244 70.039
Asien und Pazifik 29.906 48.792
Lateinamerika 19.209 19.602

Die folgenden Tabellen geben einen Überblick über die im Impairment-Test getesteten Geschäfts- oder Firmenwerte und über die in den Impairment-Test eingeflossenen wesentlichen Annahmen. Aus Wesentlichkeitsgründen wurden nur die Zahlungsmittel generierenden Einheiten einzeln aufgeführt, deren Anteil 5 Prozent an den gesamten Geschäfts- oder Firmenwerten der GfK Gruppe übersteigt. Alle anderen Zahlungsmittel generierenden Einheiten wurden in den nachfolgenden Tabellen jeweils in der Spalte „Sonstige CE“ und „Sonstige CC“ zusammengefasst.

Consumer Experiences (CE) Nordeuropa Nordamerika Zentral Osteuropa/META Sonstige CE
Getestete Geschäfts- oder Firmenwerte zum 31. Dezember 2015 vor Wertminderung 228.940 78.477 69.601 66.401
Dauer des Detailplanungszeitraums 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre
Durchschnittliches jährliches Wachstum des externen Umsatzes im Detailplanungszeitraum 2 % 1 % 3 % 2 %
Durchschnittliche Marge (angepasstes operatives Ergebnis/externer Umsatz) im Detailplanungszeitraum 12 % 11 % 9 % 7 %
Wachstum pro Jahr nach dem Ende des Detailplanungszeitraums 1,3 % 1,3 % 1,3 % 1,3 %
Diskontierungszinssatz zum 31. Dezember 2015 6,4 % 6,4 % 9,4 % 7,0 %–12,1 %

Consumer Choices (CC) Nordeuropa Nordamerika Süd- und Westeuropa Sonstige CC
Getestete Geschäfts- oder Firmenwerte zum 31. Dezember 2015 vor Wertminderung 151.291 99.560 58.690 62.905
Dauer des Detailplanungszeitraums 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre
Durchschnittliches jährliches Wachstum des externen Umsatzes im Detailplanungszeitraum 3 % 5 % 3 % 9 %
Durchschnittliche Marge (angepasstes operatives Ergebnis/externer Umsatz) im Detailplanungszeitraum 12 % 32 % 28 % 32 %
Wachstum pro Jahr nach dem Ende des Detailplanungszeitraums 1,3 % 1,3 % 1,3 % 1,3 %
Diskontierungszinssatz zum 31. Dezember 2015 6,4 % 6,4 % 7,0 % 7,3 %–12,1 %

Die Bestimmung der erzielbaren Beträge basiert auf der Prognose der zukünftigen Zahlungsströme. Hierfür wurden vom Vorstand genehmigte Planungen für die nächsten fünf Jahre verwendet. Sie beruhen auf Erfahrungen aus der Vergangenheit, auf den aktuellen Geschäftsergebnissen und auf den Einschätzungen des Vorstands hinsichtlich des erwarteten Marktumfelds. Diese Planungen wurden nochmals sektorspezifisch und regional validiert. So steht das erwartete durchschnittliche jährliche Wachstum des externen Umsatzes im Einklang mit Erfahrungswerten und den Erwartungen des Managements. Aufgrund der Unsicherheit in Bezug auf die zukünftige Entwicklung wurde ein Sicherheitsabschlag von 20 Prozent auf die geplanten Cashflows im Sektor Consumer Experiences vorgenommen.

Die geplanten Margen basieren auf Erfahrungswerten aus der Vergangenheit, wobei zukünftige Margenverbesserungen im Sektor Consumer Experiences durch den übergreifenden Einsatz von Technologien, durch den weiteren Ausbau der Global Operations mit Resource Optimization Centers, durch einheitliche Datenerhebung, verbesserte Prozesse und durch die Fokussierung auf globale Produkte erwartet werden. Weitere erwartete Ergebnissteigerungen basieren auf effizienzsteigernden und kostensenkenden Maßnahmen.

Das Ergebnis der nach IFRS vorgeschriebenen Sensitivitätsprüfungen wird im Folgenden dargestellt.

Eine Verminderung der zukünftigen Zahlungsströme um 10 Prozent würde im Sektor Consumer Experiences zu einer weiteren Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte um 22.312 TEUR (2014: 50.965 TEUR) führen. Davon würden bei den bereits wertgeminderten Zahlungsmittel generierenden Einheiten zusätzlich 11.693 TEUR (2014: 7.554 TEUR) auf die Region Süd- und Westeuropa entfallen und 9.358 TEUR (2014: 8.719 TEUR) auf die Region Zentral Osteuropa/META. Daneben würde auch die Region Lateinamerika einen Wertminderungsbedarf von 1.261 TEUR (2014: 2.024 TEUR) aufweisen.

Die Erhöhung des Diskontierungszinssatzes um 1 Prozentpunkt bei unveränderten Zahlungsströmen würde bei den Zahlungsmittel generierenden Einheiten zu einer Erhöhung der Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte um 16.753 TEUR (2014: 32.572 TEUR) führen. Bei den bereits wertgeminderten Zahlungsmittel generierenden Einheiten würden zusätzlich noch 10.261 TEUR (2014: 10.048 TEUR) auf die Region Süd- und Westeuropa und 6.492 TEUR (2014: 10.756 TEUR) auf die Region Zentral Osteuropa/META entfallen.

Wenn bereits in den Detailplanungsjahren 2019 und 2020 für Bereiche mit höheren Wachstumsraten nur die Wachstumsrate für die ewige Rente in Höhe von 1,3 Prozent zugrunde gelegt würde, ergäbe sich bei sonst unveränderten Planungen ein zusätzlicher Wertminderungsaufwand von 2.292 TEUR (2014: 8.041 TEUR). Davon würden 1.976 TEUR (2014: 4.080 TEUR) auf die Region Zentral Osteuropa/META und 316 TEUR (2014: 0 TEUR) auf die Region Süd- und Westeuropa entfallen.

Im Sektor Consumer Choices würde keine der dargestellten Parameteränderungen zu einem Wertminderungsbedarf führen.

Die Werthaltigkeit der aktivierten Panelaufbaukosten und der Marken mit unbestimmter Nutzungsdauer wurde ebenfalls im Rahmen von Impairment-Tests überprüft. 

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die zum Bilanzstichtag im Rahmen von Impairment-Tests überprüften wesentlichen immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer und über die in den jeweiligen Impairment-Test eingeflossenen wesentlichen Annahmen.

Marke "MRI" Knowledge Panel Hospital Panel Physician's Consulting Network Panel
Buchwert 14.782 38.485 8.406 5.094
Basis des erzielbaren Betrags Nutzungswert Nutzungswert Nutzungswert Nutzungswert
Dauer des Detailplanungszeitraums 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre
Sektor Consumer Choices Consumer Experiences Consumer Choices Consumer Experiences
Durchschnittliches jährliches Wachstum des externen Umsatzes im Detailplanungszeitraum 2 % 5 % 45 % 4 %
Durchschnittliche Marge (angepasstes operatives Ergebnis/externer Umsatz) im Detailplanungszeitraum 33 % 12 % 28 % 10 %
Wachstum pro Jahr nach dem Ende des Detailplanungszeitraums 1,3 % 1,3 % 1,3 % 1,3 %
Diskontierungszinssatz 6,4 % 6,4 % 6,3 % 6,4 %

 

17. Sachanlagen

Die Entwicklung der Sachanlagen kann nachfolgender Tabelle entnommen werden.

Grundstücke und Gebäude Betriebs- und Geschäftsausstattung Summe Sachanlagen
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1. Januar 2014 48.687 259.427 308.114
Wechselkursänderungen 415 20 435
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 0 440 440
Sonstige Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 -666 -666
Zugänge 221 37.720 37.941
Abgänge -22 -27.023 -27.045
Umbuchungen -2.257 2.181 -76
Stand am 31. Dezember 2014 47.044 272.099 319.143
Stand am 1. Januar 2015 47.044 272.099 319.143
Wechselkursänderungen 2.350 -1.383 967
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 0 128 128
Sonstige Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 47 47
Zugänge 0 25.626 25.626
Abgänge -14.123 -17.976 -32.099
Umgliederung in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 0 -4.470 -4.470
Umbuchungen -124 -55 -179
Stand am 31. Dezember 2015 35.147 274.016 309.163
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1. Januar 2014 21.374 183.142 204.516
Wechselkursänderungen 217 -529 -312
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 0 406 406
Sonstige Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 -650 -650
Zugänge 1.098 23.891 24.989
Abgänge -22 -26.667 -26.689
Wertminderungen 0 1.109 1.109
Wertaufholungen 0 -36 -36
Umbuchungen -2.080 2.031 -49
Stand am 31. Dezember 2014 20.587 182.697 203.284
Stand am 1. Januar 2015 20.587 182.697 203.284
Wechselkursänderungen 1.167 1.240 2.407
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 0 51 51
Sonstige Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 23 23
Zugänge 726 25.651 26.377
Abgänge -7.601 -17.334 -24.935
Wertminderungen 229 714 943
Wertaufholungen 0 0 0
Umgliederung in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 0 -4.062 -4.062
Umbuchungen 0 -166 -166
Stand am 31. Dezember 2015 15.108 188.814 203.922
Buchwerte
Stand am 1. Januar 2014 27.313 76.285 103.598
Stand am 31. Dezember 2014 26.457 89.402 115.859
Stand am 1. Januar 2015 26.457 89.402 115.859
Stand am 31. Dezember 2015 20.039 85.202 105.241

17.1 Leasing

Die GfK Gruppe ist Leasingnehmer für Büroräume und Geschäftsausstattung im Rahmen von langfristigen Leasingverträgen. Die Leasingraten bestehen in der Regel aus einer Mindestleasingzahlung zuzüglich einer bedingten Leasingzahlung, deren Höhe vom Umfang der Nutzung des Leasinggegenstands abhängig ist. In den Fällen, in denen die GfK Gruppe die Chancen und Risiken aus der Nutzung der Leasinggegenstände im Wesentlichen übernimmt, wurden diese aktiviert („Finance Lease“). Ansonsten werden die Leasingraten aufwandswirksam erfasst („Operating Lease“).

Operating Lease

Im Rahmen von Operating-Lease-Verträgen wurden die in der folgenden Tabelle aufgeführten Zahlungen aufwandswirksam erfasst:

2014 2015
Mindestleasingzahlungen 49.260 49.744
Bedingte Leasingzahlungen 93 110
Abzüglich erhaltener Unterleasingzahlungen -471 -548
Leasingzahlungen 48.882 49.306

Die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Verträgen sind wie folgt fällig:

31.12.2014 31.12.2015
Innerhalb eines Jahres 40.437 46.996
Zwischen einem und fünf Jahren 99.414 107.091
Nach mehr als fünf Jahren 55.513 53.098
Künftige Mindestleasingzahlungen aus Operating Lease 195.364 207.185

Bei den wesentlichen Operating-Lease-Verträgen der GfK Gruppe handelt es sich um Grundstücks- und Gebäudeleasingverträge, für die zum Teil Mietverlängerungsoptionen bestehen. Sie laufen zu verschiedenen zukünftigen Terminen aus.

Finance Lease

Die im Rahmen von Finance-Lease-Verhältnissen geleasten und aktivierten Vermögenswerte haben zum 31. Dezember 2015 einen Buchwert in Höhe von 257 TEUR (2014: 320 TEUR) und betreffen Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Ermittlung des Barwerts und die Fälligkeit der künftigen Mindestleasingzahlungen sind aus den nachfolgenden Tabellen ersichtlich.

31.12.2014
Fälligkeit Mindestleasingzahlungen Abzüglich Zinsen Barwert Mindestleasingzahlungen
Innerhalb eines Jahres 178 9 169
Zwischen einem und fünf Jahren 21 2 19
Nach mehr als fünf Jahren 0 0 0
Künftige Mindestleasingzahlungen 199 11 188

31.12.2015
Fälligkeit Mindestleasingzahlungen Abzüglich Zinsen Barwert Mindestleasingzahlungen
Innerhalb eines Jahres 41 9 32
Zwischen einem und fünf Jahren 87 21 66
Nach mehr als fünf Jahren 0 0 0
Künftige Mindestleasingzahlungen 128 30 98

Im Berichtsjahr fielen keine bedingten Leasingraten an, die als Aufwand zu erfassen waren. Es bestehen keine Unterleasingverhältnisse aus Finance-Lease-Verträgen.

Die Verbindlichkeiten aus Finance Lease betragen 98 TEUR (2014: 188 TEUR), wovon 32 TEUR (2014: 169  TEUR) eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr haben.

 

18. Finanzanlagen

18.1 Anteile an assoziierten Unternehmen

Die Anteile der GfK Gruppe an assoziierten Unternehmen sind aus der Anteilsbesitzliste ersichtlich, die in diesem Konzernanhang in Kapitel 41. enthalten ist. Dort ist ebenfalls vermerkt, bei welchen der assoziierten Unternehmen aus Wesentlichkeitsgründen auf eine Bewertung at equity verzichtet wurde.

Die 25-Prozent-Beteiligung an der im Vorjahr als wesentlich klassifizierten NPD Intelect, L.L.C., Port Washington, New York, USA, wurde im Zuge der Beendigung der Überkreuzbeteiligung mit The NPD Group, Inc., USA, am 23. November 2015 verkauft. In diesem Zusammenhang wurden auch die Beteiligungen an den unwesentlichen assoziierten Unternehmen Oz Toys Marketing Services Pty. Ltd., Sydney, Australien, und Sports Tracking Europe B.V., Amstelveen, Niederlande, verkauft. Einzelheiten zu dieser Transaktion können Kapitel 25.4, „Eigenkapitalveränderungsrechnung“, entnommen werden. 

In der Berichtsperiode hat die NPD Intelect keine Dividenden an die Muttergesellschaft GfK US Holdings, Inc., Wilmington, Delaware, USA, ausgeschüttet (2014: 6.098 TEUR). 

Das Ergebnis aus dem Verkauf ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 11.219 TEUR enthalten.

Die GfK Gruppe hält weiterhin Anteile an verschiedenen unwesentlichen assoziierten Unternehmen.

Die unten stehende Tabelle umfasst die aggregierten Finanzinformationen sämtlicher unwesentlicher at equity bewerteter assoziierter Unternehmen.

2014 2015
Anteiliger Buchwert zum 31. Dezember 3.096 651
Anteiliges Periodenergebnis 782 -4.310

Die Beteiligung an der unwesentlichen USEEDS GmbH, Berlin, wurde mit einem Buchwert von 2.595 TEUR in die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte umgegliedert, da der Verkauf der Beteiligung am Bilanzstichtag eingeleitet war.

Der anteilige Buchwert sowie das anteilige Periodenergebnis enthalten Wertminderungen in Höhe von 2.168 TEUR (2014: 0 TEUR).

Das anteilige Periodenergebnis in vorstehender Tabelle enthält keine nicht ausgewiesenen Verlustanteile an unwesentlichen at equity bewerteten assoziierten Unternehmen. Sie betragen für das laufende Jahr 348 TEUR (2014: 2.798 TEUR). Die kumulierten Verlustanteile belaufen sich auf 348 TEUR (2014: 5.745 TEUR).

Aus Wesentlichkeitsgründen wird auf Angaben zu den assoziierten Unternehmen, die nicht at equity bewertet werden, und zu zwei Arbeitsgemeinschaften in der GfK Gruppe verzichtet.

18.2 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die Zusammensetzung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte geht aus der folgenden Tabelle hervor.

31.12.2014 31.12.2015
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.734 2.930
Sonstige Beteiligungen 915 970
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.020 1.001
Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 690 156
Sonstige Ausleihungen 313 551
Sonstige Available-for-Sale-Wertpapiere 306 2
Langfristige Festgelder 10 3
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 8.988 5.613

Die Anteile an verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen sowie an sonstigen Beteiligungen sind als „zur Veräußerung verfügbar“ klassifiziert und werden zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen, da keine Marktpreise hierfür existieren, andere Methoden zur vernünftigen Schätzung des beizulegenden Zeitwerts nicht praktikabel sind und eine verlässliche Ermittlung des Marktwerts nur im Rahmen von konkreten Verkaufsverhandlungen möglich wäre. Eine Veräußerung der Anteile ist zurzeit nicht vorgesehen.

Weitere Informationen zu den Anteilen der GfK Gruppe an verbundenen Unternehmen sowie sonstigen Beteiligungen finden sich in der Anteilsbesitzliste in Kapitel 41 dieses Konzernanhangs.

 

19. Sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen

Die Aufteilung der langfristigen und kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte und Abgrenzungen in finanzielle und nicht finanzielle sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen geht aus der nachfolgenden Tabelle hervor.

31.12.2014 31.12.2015
Finanzielle langfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 4.757 10.985
Nicht finanzielle langfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 9.281 9.844
Langfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 14.038 20.829
Finanzielle kurzfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 10.560 14.228
Nicht finanzielle kurzfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 29.290 24.134
Kurzfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 39.850 38.362

Die finanziellen sonstigen Vermögenswerte und Abgrenzungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2014 31.12.2015
Finanzielle langfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr
mit nicht derivativem Charakter:
Vermögenswerte aus Immobilienverkauf 0 3.761
Kautionen 2.800 3.405
Zinsforderungen 359 364
Forderungen gegenüber Lieferanten 25 25
Guthaben, Erstattungsansprüche 11 7
Übrige finanzielle langfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 33 179
Zwischensumme: mit nicht derivativem Charakter 3.228 7.741
mit derivativem Charakter:
Derivative Finanzinstrumente (ohne Hedge-Beziehung) 1.529 3.226
Derivative Finanzinstrumente (mit Hedge-Beziehung) 0 18
Zwischensumme: mit derivativem Charakter 1.529 3.244
Finanzielle langfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 4.757 10.985
Finanzielle kurzfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
mit nicht derivativem Charakter:
Forderungen gegenüber Lieferanten 2.028 2.908
Kautionen 2.978 2.514
Guthaben, Erstattungsansprüche 2.236 2.340
Forderungen gegenüber Kunden 174 924
Zinsforderungen 185 842
Wechselforderungen 617 588
Übrige finanzielle kurzfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 960 1.242
Zwischensumme: mit nicht derivativem Charakter 9.178 11.358
mit derivativem Charakter:
Derivative Finanzinstrumente (ohne Hedge-Beziehung) 1.382 2.663
Derivative Finanzinstrumente (mit Hedge-Beziehung) 0 207
Zwischensumme: mit derivativem Charakter 1.382 2.870
Finanzielle kurzfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 10.560 14.228
Gesamt: Finanzielle sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 15.317 25.213
davon mit nicht derivativem Charakter 12.406 19.099
davon mit derivativem Charakter 2.911 6.114

Die Vermögenswerte aus Immobilienverkauf betreffen eine noch nicht fällige Zahlung aus dem Verkauf von Immobilien durch die GfK Switzerland AG, Hergiswil, Schweiz.

Die Entwicklung der Wertberichtigungen auf sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen geht aus folgender Tabelle hervor.

Wertberichtigungen auf sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen
2014 2015
Stand am 1. Januar 1.952 1.489
Zuführungen 0 0
Auflösungen 0 0
Verbrauch -453 -992
Veränderung Konsolidierungskreis und sonstige Einflüsse -10 -50
Stand am 31. Dezember 1.489 447

Die nicht finanziellen sonstigen Vermögenswerte und Abgrenzungen stellen sich wie folgt dar:

31.12.2014 31.12.2015
Nicht finanzielle langfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr
Forderungen gegenüber Finanz- und anderen Behörden 3.645 4.606
Forderungen aus Ertragsteuern 4.051 3.811
Rechnungsabgrenzungsposten 1.307 1.254
Übrige nicht finanzielle langfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 278 173
Nicht finanzielle langfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 9.281 9.844
Nicht finanzielle kurzfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
Rechnungsabgrenzungsposten 18.586 16.605
Forderungen gegenüber Finanz- und anderen Behörden 3.990 4.812
Forderungen gegenüber Mitarbeitern 2.473 1.577
Übrige nicht finanzielle kurzfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 4.241 1.140
Nicht finanzielle kurzfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 29.290 24.134
Gesamt: Nicht finanzielle sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 38.571 33.978

 

20. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2014 31.12.2015
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor Wertberichtigungen 391.944 402.134
Abzüglich Wertberichtigungen -7.250 -5.877
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 384.694 396.257

Die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen geht aus folgender Tabelle hervor.

Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2014 2015
Stand am 1. Januar 8.038 7.250
Zuführungen 2.383 3.138
Auflösungen -1.557 -2.230
Verbrauch -1.918 -2.347
Veränderung Konsolidierungskreis und sonstige Einflüsse 304 66
Stand am 31. Dezember 7.250 5.877

Die Zuführung zu den Wertberichtigungen wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Posten „Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten“ ausgewiesen.

 

21. Kurzfristige Wertpapiere und Festgelder

In den kurzfristigen Wertpapieren und Festgeldern in Höhe von 1.456 TEUR (2014: 945 TEUR) sind Geldmarktfonds in Höhe von 1.435 TEUR (2014: 927 TEUR) enthalten.

 

22. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zusammensetzung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wird in nachfolgender Tabelle dargestellt.

31.12.2014 31.12.2015
Guthaben bei Kreditinstituten 80.138 120.724
Zahlungsmitteläquivalente und Festgelder mit einer Restlaufzeit von unter 3 Monaten 13.451 9.639
Unterwegs befindliche Schecks -832 -1.252
Kassenbestand, Schecks 423 348
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 93.180 129.459

Bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten bestehen keine wesentlichen Verfügungsbeschränkungen.

 

23. Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und Schulden

Für das erste Halbjahr 2016 plant die GfK Gruppe die Veräußerung des Marktforschungsgeschäfts im Bereich Pflanzenschutz und Tiergesundheit, was den Verkauf der Gesellschaften GfK Kynetec Group Limited, St Peter Port, Guernsey, Großbritannien, GfK Kynetec Limited, London, Großbritannien, und GfK Kynetec France SAS, Saint-Aubin, Frankreich, (Share Deals) sowie einige Asset Deals einschließt. Der Verkauf dieser Gesellschaften sowie der Vermögenswerte und Schulden im Rahmen der Asset Deals ist eingeleitet. Daher erfüllen die Vermögenswerte und Schulden, die unter die genannten Share und Asset Deals fallen, die Voraussetzungen für den Ausweis als Veräußerungsgruppe. Das zu veräußernde Geschäft ist dem Sektor Consumer Choices zugeordnet. Die in den sonstigen Rücklagen erfassten kumulativen Erträge, die in Verbindung mit dieser Veräußerungsgruppe stehen, betrugen am 31. Dezember 2015 5.180 TEUR.

Für den Januar 2016 hat die GfK Switzerland AG, Hergiswil, Schweiz, geplant, im Rahmen eines Asset Deals die ihr bisher angegliederte Druckerei, das sogenannte Print Center, zu verkaufen. Der Verkauf wurde am 18. Januar 2016 vollzogen. Das veräußerte Geschäft war dem Bereich Sonstige zugeordnet.

Im ersten Halbjahr 2016 sollte die 50-Prozent-Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen USEEDS GmbH, Berlin, verkauft werden. Konkrete Verhandlungen mit einem potenziellen Käufer haben Ende 2015 begonnen. Der Verkauf wurde am 9. März 2016 vollzogen. Das Geschäft der USEEDS ist dem Sektor Consumer Experiences zugeordnet.

Alle Vermögenswerte der genannten Gesellschaften sowie die Vermögenswerte, die im Rahmen von Asset Deals veräußert werden sollen, werden in der Bilanz gesondert im Posten „Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte“ dargestellt. Das diesbezügliche Fremdkapital ist unter der Position „Zur Veräußerung bestimmte Schulden“ ausgewiesen. Die Zusammensetzung dieser Bilanzpositionen ist in der folgenden Tabelle dargestellt.

31.12.2015 Verkauf Bereich Pflanzenschutz und Tiergesundheit Verkauf Print Center Schweiz Verkauf Beteiligung USEEDS Summe
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 6.907 0 0 6.907
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 15.096 0 0 15.096
Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 2.595 2.595
Andere langfristige Vermögenswerte 2.459 242 0 2.701
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.966 319 0 9.285
Andere kurzfristige Vermögenswerte 2.824 0 0 2.824
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 36.252 561 2.595 39.408
Zur Veräußerung bestimmte Schulden
Langfristiges Fremdkapital 393 354 0 747
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.023 116 0 1.139
Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung 2.591 0 0 2.591
Anderes kurzfristiges Fremdkapital 3.027 70 0 3.097
Zur Veräußerung bestimmte Schulden 7.034 540 0 7.574

Eine Wertminderung der langfristigen Vermögenswerte, die in die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte umgegliedert wurden, ergab sich nicht.

 

24. Fälligkeit von Vermögenswerten

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie in der folgenden Tabelle dargestellt zur Zahlung fällig.

31.12.2014 31.12.2015
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 384.694 396.257
davon: weder wertberichtigt noch überfällig 258.461 278.880
davon: nicht wertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig
seit bis zu 30 Tagen fällig 68.764 70.202
seit 31 bis 90 Tagen fällig 39.051 33.006
seit 91 bis 180 Tagen fällig 10.663 9.186
seit 181 bis 360 Tagen fällig 5.624 3.134
seit mehr als 360 Tagen fällig 1.792 1.582
davon: Konditionen neu verhandelt, da sonst überfällig 339 267

In der GfK Gruppe sind wesentliche Teile der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit Rechnungsstellung fällig. 

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nicht wertgemindert sind, lagen zum Bilanzstichtag keine Anzeichen auf Sachverhalte vor, die die Werthaltigkeit negativ beeinflussen könnten.

Die Fälligkeit der kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte und Abgrenzungen geht aus der nachstehenden Tabelle hervor.

31.12.2014 31.12.2015
Kurzfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen (ohne Vorräte und Forderungen gegen Mitarbeiter) 37.369 36.750
davon: weder wertberichtigt noch überfällig 34.580 32.713
davon: nicht wertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig
seit bis zu 30 Tagen fällig 1.773 3.436
seit 31 bis 90 Tagen fällig 578 430
seit 91 bis 180 Tagen fällig 243 3
seit 181 bis 360 Tagen fällig 145 16
seit mehr als 360 Tagen fällig 49 152
davon: Konditionen neu verhandelt, da sonst überfällig 1 0

Hinsichtlich des nicht wertgeminderten Bestands an kurzfristigen sonstigen Vermögenswerten und Abgrenzungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

 

25. Eigenkapital

25.1 Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der GfK SE blieb im Geschäftsjahr 2015 unverändert. 

Die 36.503.896 ausgegebenen Stückaktien sind voll einbezahlt. Jeder Aktionär ist berechtigt, Dividenden aus seinen Aktien gemäß dem jeweiligen Gewinnausschüttungsbeschluss zu erhalten. Jede dieser nennwertlosen Stammaktien gewährt ein Stimmrecht bei der jährlichen Hauptversammlung.

25.2 Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2015 wurde das von der Hauptversammlung am 26. Mai 2011 geschaffene genehmigte Kapital aufgehoben und der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der GfK SE mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 27. Mai 2020 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 55.000 TEUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.

25.3 Bedingtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2015 wurde das von der Hauptversammlung am 16. Mai 2012 geschaffene bedingte Kapital III aufgehoben.

Ferner hat die Hauptversammlung am 28. Mai 2015 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 21.000 TEUR bedingt zu erhöhen, eingeteilt in bis zu 5.000.000 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit Gewinnanteilberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe. Das neue bedingte Kapital dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen.

Das bedingte Grundkapital der GfK SE beträgt zum 31. Dezember 2015 insgesamt 21.000 TEUR.

25.4 Eigenkapitalveränderungsrechnung

Die Eigenkapitalveränderungsrechnung ist diesem Konzernanhang vorangestellt. 

Die positive Veränderung des Unterschieds aus der Währungsumrechnung in Höhe von 66.343 TEUR (2014: 63.030 TEUR) liegt hauptsächlich in der Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar und dem britischen Pfund begründet. Hierbei handelt es sich um den Betrag ohne Minderheitsanteile.

Die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste in Höhe von - 3.066 TEUR (2014: - 11.314 TEUR) resultiert hauptsächlich aus der Währungskursänderung des Schweizer Franken sowie aus erfahrungsbedingten Anpassungen im Rahmen der Bewertung der Pensionsverpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen.

Von den in den sonstigen Rücklagen erfassten Beträgen wurden im Geschäftsjahr 2015 ebenso wie im Jahr 2014 keine wesentlichen Gewinne oder Verluste in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung transferiert.

Im Berichtsjahr wurden 23.728 TEUR (2014: 23.728 TEUR) an die Anteilseigner der GfK SE ausgeschüttet. Dies entspricht 0,65 EUR (2014: 0,65 EUR) je Aktie.

An die Minderheitsanteilseigner wurden 5.411 TEUR (2014: 6.213 TEUR) ausgeschüttet. Das den Minderheitsanteilseignern zuzurechnende Gesamtergebnis beträgt 1.436 TEUR (2014: 15.181 TEUR). Die Hauptbestandteile hiervon sind der Anteil der Minderheitsanteilseigner am Konzernergebnis in Höhe von 3.956 TEUR (2014: 13.519 TEUR) und der Anteil der Minderheitsanteilseigner an der Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung in Höhe von -2.583 TEUR (2014: 1.676 TEUR).

Die negative Veränderung des Minderheitsanteils an der Rücklage aus der Währungsumrechnung liegt in einer Eigenkapitaltransaktion begründet, die sich auch in den Veränderungen der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen ohne Veränderung der Beherrschung niederschlägt. 

Am 23. November 2015 haben GfK und The NPD Group, Inc, USA, ihre Überkreuzbeteiligungen und Zusammenarbeit im Consumer-Choices-Bereich beendet und eine neue vertragliche strategische Partnerschaft geschlossen. Zuvor war The NPD Group an den folgenden voll konsolidierten GfK-Tochterunternehmen mit dem jeweils angegebenen Prozentsatz beteiligt gewesen:

› GfK Retail and Technology GmbH, Nürnberg (5,0 Prozent)
› ENCODEX International GmbH, Nürnberg (5,0 Prozent)
› GfK Retail and Technology Argentina S.A., Buenos Aires, Argentinien (3,2 Prozent)
› GfK Marketing Services Japan K.K., Tokio, Japan (10,8 Prozent)
› GFK LATINOAMERICA HOLDING, S.L., Valencia, Spanien (32,5 Prozent)
› GfK Retail and Technology Asia Holding B.V., Amsterdam, Niederlande (10,5 Prozent)

GfK hatte Beteiligungen mit maßgeblichem Einfluss an mehreren Tochterunternehmen des NPD-Konzerns gehalten, die aus Sicht der GfK Gruppe assoziierte Unternehmen waren, sowie eine Gewinnbeteiligung an bestimmten Geschäftsaktivitäten. Die Entflechtung resultierte in der Beendigung aller gegenseitigen Beteiligungen.

In den Gewinnrücklagen verursachte diese Transaktion eine Abnahme um 22.610 TEUR, in den korrespondierenden Minderheitsanteilen um 34.678 TEUR.

25.5 Gewinnverwendungsvorschlag

Nach dem deutschen Aktiengesetz bemisst sich die ausschüttungsfähige Dividende nach dem Bilanzgewinn, der im Jahresabschluss der Muttergesellschaft GfK SE ausgewiesen wird. Er wird gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Die nach den Vorschriften des HGB ermittelten Gewinnrücklagen und der Bilanzgewinn der GfK SE stehen voll zur Ausschüttung an die Aktionäre zur Verfügung. Die Kapitalrücklage darf nicht ausgeschüttet werden.

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2015 in Höhe von 49.577 TEUR eine Dividende von 23.728 TEUR (0,65 Euro je Stückaktie) an die Aktionäre auszuschütten und 25.849 TEUR in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.

 

26. Rückstellungen

26.1 Langfristige Rückstellungen

Die langfristigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2014 31.12.2015
Rückstellungen für Pensionen 64.326 66.357
Langfristige sonstige Rückstellungen 14.990 14.220
Langfristige Rückstellungen 79.316 80.577

Rückstellungen für Pensionen

Pensionszusagen erfolgen aufgrund von gesetzlichen oder vertraglichen Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis. Die betriebliche Altersvorsorge in der GfK Gruppe beruht sowohl auf beitrags- als auch auf leistungsorientierten Pensionsplänen der jeweiligen Gesellschaften. 

In Bezug auf beitragsorientierte Altersversorgungssysteme („defined contribution plans“), die über externe Fonds oder Versicherungen finanziert werden, bestehen für GfK-Gesellschaften außer der Zahlung von Beiträgen keine weiteren Verpflichtungen. Im Aufwand für beitragsorientierte Versorgungspläne sind auch Arbeitgeberbeiträge an gesetzliche Rentenversicherungen enthalten.

Bemessungsgrundlage für die beitragsorientierten Pensionspläne sind hauptsächlich die Dauer der Betriebszugehörigkeit und die Gehaltsstufe des betreffenden Mitarbeiters. Diese Leistungen sind jedoch abhängig von den rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des jeweiligen Landes und können deshalb variieren. Im Jahr 2015 wurden Aufwendungen für beitragsorientierte Versorgungspläne in Höhe von 24.294 TEUR (2014: 22.770 TEUR) erfasst.

Die Pensionsverpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen („defined benefit plans“) werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Für die leistungsorientierten Pläne werden jährlich durch unabhängige Aktuare versicherungsmathematische Gutachten erstellt. Sie führen versicherungsmathematische Berechnungen durch, um die Höhe der Pensionsverpflichtungen zu ermitteln. Die zu bilanzierenden Rückstellungen ergeben sich als Saldo aus den Pensionsverpflichtungen zuzüglich der Vermögensobergrenzen und der Vermögenswerte. Die Ermittlung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen sowie des Pensionsvermögens basiert auf wirtschaftlichen und demografischen Annahmen, wie zum Beispiel den zukünftigen Gehaltssteigerungen und der Sterbewahrscheinlichkeit. 

 

Abweichungen der tatsächlich eingetretenen Werte von den aufgrund der Annahmen erwarteten Werte schlagen sich als versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste (Neubewertungen) nieder. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Im Berichtsjahr wurden versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 3.143 TEUR (2014: 14.620 TEUR) auf diese Weise verbucht. Diese Veränderung enthält auch Effekte aus der Währungsumrechnung. Der Bestand der kumulierten diesbezüglichen in den sonstigen Rücklagen erfassten Beträge belief sich zum 31. Dezember 2015 auf – 40.556 TEUR (31. Dezember 2014: – 37.413 TEUR). Bei allen dargestellten Werten handelt es sich um Angaben vor Berücksichtigung latenter Steuern und ohne Minderheitsanteile.

Die Berechnung der Verpflichtungen beruht auf den in der folgenden Tabelle aufgeführten versicherungsmathematischen und statistischen Annahmen (gewichtete Durchschnittswerte).

2014 2015
Diskontierungszinssatz 1,67% 1,51%
Gehaltssteigerungsrate 1,78% 2,25%
Fluktuationsrate 4,80% 5,03%
Erwartete Rentenentwicklung 0,74% 0,65%

Die Sterblichkeitsraten für die deutschen GfK-Gesellschaften wurden den Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck entnommen. Für die Schweiz stammen die Sterblichkeitsraten aus der Richttafel BVG 2010.

Die Herleitung des in der Konzernbilanz erfassten Werts der Rückstellungen für Pensionen kann nachstehender Tabelle entnommen werden.

31.12.2014 31.12.2015
Barwert der Verpflichtungen Gesamt 133.125 137.239
Zeitwert des Planvermögens -68.834 -70.903
Barwert der Verpflichtungen netto 64.291 66.336
Rückstellungen für Pensionen 64.326 66.357
Sonstige Vermögenswerte -35 -21
In der Bilanz erfasster Nettobetrag 64.291 66.336

Die Versorgungsregelungen wesentlicher leistungsorientierter Pläne sind im Folgenden beschrieben:

Auf die GfK Switzerland AG, Hergiswil, Schweiz, entfielen 80.183 TEUR (2014: 74.084 TEUR) der erdienten Ansprüche der Arbeitnehmer und 70.207 TEUR (2014: 67.998 TEUR) des Planvermögens. Es handelt sich um einen modifiziert beitragsorientierten Plan, wobei die Altersleistungen einen garantierten Mindestzins und festgelegte Umwandlungssätze umfassen. Die Risikoleistungen (Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen) sind leistungsorientiert. Die gesetzlich vorgegebenen Mindestleistungen werden in jedem Fall übertroffen. Die Vorsorgeeinrichtung hat die Rechtsform einer Stiftung, die einen eigenen Rechtsträger darstellt. Die Stiftung ist für die Kapitalanlagen verantwortlich und verfolgt eine eher konservative Anlagestrategie innerhalb vorgegebener Margen.

Auf die GfK SE entfielen 46.985 TEUR (2014: 48.312 TEUR) der erdienten Ansprüche der Arbeitnehmer und 262 TEUR (2014: 248 TEUR) des Planvermögens. Die Versorgungsverpflichtungen liegen im Wesentlichen in Einzelzusagen im Geschäftsführungsbereich begründet. Die Ausgestaltung dieser Zusagen ist im Vergütungsbericht in Kapitel 4.8 des Konzernlageberichts näher erläutert.

In beiden Fällen sieht GfK keine außergewöhnlichen unternehmens- oder planspezifischen Risiken und auch keine erhebliche Risikokonzentration, die aus diesen Versorgungsplänen resultiert.

Die Entwicklung der Pensionsverpflichtung („defined benefit obligation“, „DBO“) während der Berichtsperiode ist aus der nachfolgenden Tabelle ersichtlich.

2014 2015
Barwert der erdienten Ansprüche der Arbeitnehmer zum 1. Januar 108.341 133.125
Veränderungen des Konsolidierungskreises -34 0
Laufender Dienstzeitaufwand 3.410 5.076
Zinsaufwand 3.033 2.291
Beiträge der Teilnehmer des Plans 1.589 1.592
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus demografischen Annahmen -97 -116
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus finanziellen Annahmen 20.067 1.750
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus erfahrungsbedingten Annahmen -155 -2.037
Wechselkursänderungen 1.527 8.334
Gezahlte Leistungen -4.549 -10.222
Umgliederung in zur Veräußerung bestimmte Schulden 0 -2.544
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 82 -28
Unternehmenszusammenschlüsse 0 194
Plankürzungen -43 -202
Planabgeltungen -46 26
Barwert der erdienten Ansprüche der Arbeitnehmer zum 31. Dezember 133.125 137.239

Durch die folgende Sensitivitätsanalyse wird näherungsweise das Risiko quantifiziert, das im Rahmen gesetzter Annahmen auftreten kann, wenn bestimmte Parameter verändert werden. Die Tabelle gibt einen Überblick darüber, wie sich eine Veränderung der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen bei gleichzeitiger Konstanz aller anderen Faktoren auf den Barwert der erdienten Ansprüche der Arbeitnehmer auswirken würde. Der folgenden Tabelle liegt der Barwert der erdienten Ansprüche der Arbeitnehmer ohne Berücksichtigung der Umgliederung in die zur Veräußerung bestimmten Schulden zugrunde.

2014 2015
Barwert der erdienten Ansprüche der Arbeitnehmer zum 31. Dezember 133.125 139.783
Barwert der erdienten Ansprüche der Arbeitnehmer, falls
der Diskontierungszinssatz
um 0,5 Prozentpunkte höher wäre 124.094 131.295
um 0,5 Prozentpunkte niedriger wäre 142.896 149.460
die Gehaltssteigerungsrate
um 0,1 Prozentpunkte höher wäre 133.350 139.964
um 0,1 Prozentpunkte niedriger wäre 132.898 139.602
die Rentensteigerungsrate
um 0,1 Prozentpunkte höher wäre 134.555 140.804
um 0,1 Prozentpunkte niedriger wäre 132.233 138.772

In nachstehender Tabelle wird die Entwicklung des Planvermögens dargestellt.

2014 2015
Zeitwert des Planvermögens zum 1. Januar 58.975 68.834
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen 1.454 869
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 5.455 -1.320
Wechselkursänderungen 1.289 7.554
Beiträge des Arbeitgebers 2.592 2.693
Beiträge der Teilnehmer des Plans 1.589 1.592
Gezahlte Leistungen -2.520 -7.239
Umgliederung in zur Veräußerung bestimmte Schulden 0 -2.080
Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 68.834 70.903

Die in den Tabellen dargestellten Wechselkursänderungen resultieren überwiegend aus der Aufwertung des Schweizer Franken. 

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens wird in den folgenden beiden Tabellen in verschiedene Klassen aufgegliedert, in denen die betreffenden Vermögenswerte nach Beschaffenheit und Risiko unterschieden werden. Außerdem erfolgt eine weitere Unterteilung in Vermögenswerte, für die eine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt besteht, und Vermögenswerte, bei denen dies nicht der Fall ist.

2014
Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt Keine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt Gesamt
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 680 0 680
Eigenkapitalinstrumente 19.719 0 19.719
Schuldinstrumente 27.199 0 27.199
Immobilien 3.400 11.560 14.960
Wertpapierfonds 248 0 248
Versicherungsverträge 0 259 259
Sonstiges 5.440 329 5.769
Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 56.686 12.148 68.834

2015
Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt Keine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt Gesamt
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 702 0 702
Eigenkapitalinstrumente 20.360 0 20.360
Schuldinstrumente 28.083 0 28.083
Immobilien 3.510 11.935 15.445
Wertpapierfonds 262 0 262
Versicherungsverträge 0 42 42
Sonstiges 5.617 392 6.009
Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 58.534 12.369 70.903

Die tatsächlichen Ergebnisse aus Planvermögen beliefen sich im Berichtsjahr auf -391 TEUR (2014: 6.910 TEUR). 

Nach Schätzung von GfK sind im kommenden Jahr Beiträge an Versorgungspläne in Höhe von rund 2.526 TEUR (2014: 2.300 TEUR) für Deutschland und die Schweiz zu zahlen. Für das Folgejahr erwartet GfK Pensionsauszahlungen in Höhe von 3.758 TEUR (2014: 3.357 TEUR). Die gewichtete Duration der erdienten Ansprüche der Arbeitnehmer beträgt 14 Jahre (2014: 15 Jahre).

Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Beträge setzen sich wie folgt zusammen:

2014 2015
Dienstzeitaufwand 3.410 5.076
Zinsaufwand 3.032 2.291
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen -1.454 -869
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 82 -28
Gewinn/Verlust aus der Kürzung oder Schließung von Pensionsplänen -89 -176
Zinsaufwand aus Vermögensobergrenze 2 0
Pensionsaufwand/-ertrag (–) 4.983 6.294

Langfristige sonstige Rückstellungen

Die Entwicklung der langfristigen sonstigen Rückstellungen im Berichtsjahr ist aus nachfolgender Tabelle ersichtlich.

Personalbereich Drohende Verluste aus Verträgen Behörden und Versicherungen Recht und Beratung, Prozesse Übrige Gesamt
Stand 1. Januar 2015 9.123 1.855 3.164 762 86 14.990
Wechselkursänderung 68 201 -574 49 8 -248
Zuschreibung auf abgezinste Rückstellungen 0 63 0 20 0 83
Zuführung 4.115 907 220 58 1 5.301
Umbuchungen -2.424 -1.111 0 -470 0 -4.005
Verbrauch -1.049 0 -372 -144 0 -1.565
Auflösung -304 0 -31 0 –1 -336
Stand 31. Dezember 2015 9.529 1.915 2.407 275 94 14.220

Die Rückstellungen aus dem Personalbereich betreffen in Höhe von 5.235 TEUR (2014: 4.053 TEUR) Long-Term-Incentive-Programme. Des Weiteren sind darin Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Ausscheiden von Mitarbeitern enthalten sowie Rückstellungen für Jubiläumsaufwendungen, die auf vertraglichen Vereinbarungen basieren.

Die Rückstellungen gegenüber Behörden und Versicherungen bestehen hauptsächlich aus Rückstellungen gegenüber Sozialversicherungen.

26.2 Kurzfristige Rückstellungen

Die Entwicklung der kurzfristigen Rückstellungen im Berichtsjahr ist in nachstehender Tabelle dargestellt.

Personalbereich Drohende Verluste aus Verträgen Behörden und Versicherungen Recht und Beratung, Prozesse Übrige Gesamt
Stand 1. Januar 2015 9.994 1.727 9.311 15.122 488 36.642
Wechselkursänderung -81 111 -450 -959 -3 -1.382
Zuführung 2.767 315 1.526 1.235 720 6.563
Umbuchungen 2.424 1.111 0 470 0 4.005
Verbrauch -7.416 -1.818 -4.247 -12.661 -447 -26.589
Auflösung -798 -7 -308 -866 -2 -1.981
Stand 31. Dezember 2015 6.890 1.439 5.832 2.341 756 17.258

In den kurzfristigen Rückstellungen sind Rückstellungen in Höhe von 3.246 TEUR (2014: 19.910 TEUR) für erwartete Zahlungen im Zusammenhang mit Unregelmäßigkeiten bei der GfK Arastirma Hizmetleri A.S., Istanbul, Türkei, enthalten. Sie verteilen sich auf die Kategorien „Recht und Beratung, Prozesse“ sowie „Behörden und Versicherungen“.

Die Rückstellungen aus dem Personalbereich betreffen in Höhe von 3.792 TEUR (2014: 3.334 TEUR) Long-Term-Incentive-Programme. Des Weiteren sind darin Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Ausscheiden von Mitarbeitern enthalten sowie Rückstellungen für Jubiläumsaufwendungen, die auf vertraglichen Vereinbarungen basieren.

 

27. Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten

Die Zusammensetzung der Finanzverbindlichkeiten geht aus den nachstehenden Tabellen hervor.

31.12.2014 Restlaufzeit
Gesamt bis zu einem Jahr mehr als ein Jahr davon zwischen einem und fünf Jahren davon mehr als fünf Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 188.278 39.287 148.991 24.339 124.652
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 188 168 20 20 0
Verbindlichkeit aus Anleihe 199.348 0 199.348 199.348 0
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 35.129 24.273 10.856 10.804 52
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 422.943 63.728 359.215 234.511 124.704

31.12.2015 Restlaufzeit
Gesamt bis zu einem Jahr mehr als ein Jahr davon zwischen einem und fünf Jahren davon mehr als fünf Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 250.086 1.136 248.950 188.996 59.954
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 98 32 66 66 0
Verbindlichkeit aus Anleihe 185.970 185.970 0 0 0
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 28.377 21.031 7.346 7.293 53
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 464.531 208.169 256.362 196.355 60.007

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren handelt es sich um ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 60 Millionen Euro, wovon 25 Millionen Euro im Jahr 2022 und 35 Millionen Euro im Jahr 2023 fällig sind. 

Im März 2015 hat die GfK SE ein variables Schuldscheindarlehen in Höhe von 40 Millionen Euro gekündigt und gleichzeitig zu besseren Konditionen auf 90 Millionen Euro mit Laufzeiten von drei und fünf Jahren aufgestockt. Dadurch hat sich das Volumen in der Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf 249 Millionen Euro erhöht. 

Bei der Anleihe mit einem Buchwert von 185.970 TEUR (2014: 199.348 TEUR) handelt es sich um eine fünfjährige Anleihe mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und einem Festzins in Höhe von 5,0 Prozent, die die GfK SE im April 2011 platziert hat. Im Mai 2015 wurde ein Teil der Anleihe mit einem Nominalvolumen in Höhe von 13.883 TEUR zurückgekauft. Zur vollständigen Refinanzierung der fälligen Anleihe hat die GfK SE bereits mehrere bilaterale Forward-Bankdarlehen in Höhe von 70 Millionen Euro und Schuldscheindarlehen in Höhe von 130 Millionen Euro mit Laufzeiten zwischen drei und zwölf Jahren abgeschlossen. Die Auszahlungszeitpunkte dieser Finanzierungsinstrumente liegen im Februar und März 2016 und sind somit noch nicht in den Finanzverbindlichkeiten enthalten. 

Darüber hinaus sind in den sonstigen Finanzverbindlichkeiten Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 21.395 TEUR (2014: 20.405 TEUR) enthalten. Des Weiteren sind in den sonstigen Finanzverbindlichkeiten von zukünftigen Ereignissen abhängige Kaufpreisverbindlichkeiten (Put-Optionen und Verpflichtungen aus Earn-out Vereinbarungen) für den Erwerb von Beteiligungen in Höhe von 6.908 TEUR (2014: 14.589 TEUR) enthalten. 

Zum 31. Dezember 2015 betrugen die gewogenen Durchschnittszinssätze bei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1,86 Prozent nach Zinssicherungen (2014: 2,80 Prozent).

Die Finanzverbindlichkeiten werden in den nächsten fünf Jahren und danach wie in der folgenden Tabelle dargestellt fällig.

31.12.2014 31.12.2015
Bis zu einem Jahr 1) 63.728 208.169
Ein bis zwei Jahre 202.055 5.510
Zwei bis drei Jahre 6.920 43.379
Drei bis vier Jahre 141 40.491
Vier bis fünf Jahre 25.395 106.975
Mehr als fünf Jahre 124.704 60.007
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 422.943 464.531
1) Enthält täglich fällige Kontokorrentverbindlichkeiten im Rahmen von Kreditlinien

Für die Bank- und Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 250.184 TEUR (2014: 188.466 TEUR) bestehen wie im Vorjahr keine Sicherheiten.

 

28. Sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen

Die lang- und kurzfristigen Posten sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen unterteilen sich wie folgt in finanzielles und nicht finanzielles sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen:

31.12.2014 31.12.2015
Finanzielles langfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen 3.609 10.016
Nicht finanzielles langfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen 6.148 7.403
Langfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen 9.757 17.419
Finanzielles kurzfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen 58.218 50.241
Nicht finanzielles kurzfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen 116.120 126.394
Kurzfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen 174.338 176.635

Der Teilbetrag finanzielles sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen stellt sich wie folgt dar:

31.12.2014 31.12.2015
Finanzielles langfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr
mit nicht derivativem Charakter:
Verbindlichkeiten aus Mieten 1.105 5.867
Finanzielle sonstige Verbindlichkeiten aus dem operativen Geschäft 1.662 1.720
Verbindlichkeiten aus Immobilienverkauf 0 1.431
Verbindlichkeiten aus Schadenersatz, Haftung, Strafen 797 646
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen 13 10
Zinsverbindlichkeiten 24 0
Zwischensumme: mit nicht derivativem Charakter 3.601 9.674
mit derivativem Charakter:
Derivative Finanzinstrumente (ohne Hedge-Beziehung) 0 170
Derivative Finanzinstrumente (mit Hedge-Beziehung) 8 172
Zwischensumme: mit derivativem Charakter 8 342
Finanzielles langfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen 3.609 10.016